Boni-Verhandlungen

Was Sie zu beachten haben
Mit dem Jahreswechsel steht in Unternehmen auch die alljährliche Boni-Zahlung an Mitarbeiter an, insofern diese nicht bereits quartalsweise berechnet wird oder der Jahresabschluss nicht zum Ende des Kalenderjahres stattfindet.

Bonusvereinbarungen sind oftmals ein Bestandteil des variablen Gehaltes und von den Ergebnissen der Unternehmen im Jahresabschluss und persönlichen Zielen abhängig. Sind Sie gerade erst neu im Berufsleben, sind Ihre Zusatzleistungen oftmals recht übersichtlich. Passen Sie Ihre Erwartungen deshalb an die gängigen Richtlinien des Unternehmens an. Falls Sie bereits längere Zeit im Unternehmen sind, sollten Sie Ihre Bonusvereinbarung regelmäßig in Gesprächen mit Ihrem Vorgesetzen diskutieren. Bereiten Sie sich auf das Boni-Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten in jedem Fall gut vor und beachten Sie einige wichtige Aspekte:

 

Definieren Sie ein klares Ziel

Bevor Sie Ihrem Vorgesetzten gegenübertreten, sollten Sie eine genaue Vorstellung von der Höhe Ihrer Jahresprämie haben. Weiterhin sollten Sie sich Argumente zurechtlegen, mit denen Sie Ihre Vorstellungen begründen können. Weshalb ist eine Umverteilung von fixen und variablen Bestandteilen in Ihrem Gehalt angemessen? Welche persönlichen Entwicklungen und Erfolge im Unternehmen rechtfertigen eine Erhöhung des variablen Gehaltes?

 

Definieren Sie den Mehrwert Ihrer Leistungen

Eines sollte Ihnen klar sein: Die Präsentation Ihrer Leistungen muss überzeugend sein. Ihr Ziel ist es schließlich, dem Unternehmen zu verdeutlichen, dass es ebenso davon profitieren wird, Sie mit einer höheren Prämie zu belohnen, wie Sie selbst. Machen Sie also Ihren Mehrwert für das Unternehmen deutlich. Dabei sollten Sie allerdings niemals den Fehler begehen, Ihre Motivation als Begründung für eine Geldspritze zu nutzen. Das würde Ihren Arbeitgeber an Ihrer grundsätzlichen Einsatzbereitschaft erheblich zweifeln lassen.

Nutzen Sie lieber Ihre Freude am Job als Argumentationsmittel. Eine Bonusvereinbarung ist immerhin stets an ein höher gesetztes Ziel gekoppelt. Das wird Ihren Arbeitgeber dazu bewegen, Sie mit einer Prämie weiter anzuspornen. Außerdem: Vergleichen Sie niemals Ihre eigenen Leistungen mit denen Ihrer Kollegen. Die Bewertung Ihrer Kollegen und Kolleginnen obliegt einzig und allein Ihrem Vorgesetzten.

 

Setzen Sie auf Empathie

Statt im Boni-Gespräch stumpf Ihre Verhandlungspunkte herunterzurasseln, sollten Sie lieber aktiv auf die Punkte Ihres Gesprächspartners eingehen. Suchen Sie Kompromisse, und widerlegen Sie mögliche Einwände mit gut zurechtgelegten Argumenten. Bei der Frage nach Ihren Leistungen sollten Sie diese detailliert wiedergeben und je nach Berufsfeld gegebenenfalls auch mit konkreten Zahlen stützen können. Erläutern Sie vor allem, was Sie mit der neuen, persönlichen Zielsetzung für das Unternehmen erreichen wollen. Erwähnen Sie ruhig den nötigen Zeit- und Arbeitsaufwand Ihrer Zusatzleistungen, aber reden Sie niemals von Stress, Überstunden oder zu viel Arbeit. Das könnte bei Ihrem Vorgesetzen den Eindruck erwecken, Sie seien mit der hohen Zielsetzung gleichzeitig überfordert.

Die Höhe und der Anteil des variablen Gehaltes ist je nach Beruf, Erfahrung und Personalverantwortung sehr unterschiedlich. Im Vertrieb ist beispielsweise ein erheblich höherer Bonus- und Provisionsanteil üblich als in administrativen Berufen. Falls Sie sich einen Überblick zu den Durchschnittsgehältern in Ihrer Branche und Ihrem Berufsfeld sowie den üblichen variablen Gehaltsbestandteilen verschaffen wollen, können Sie sich auf www.stepstone.de/gehaltsreport den aktuellen StepStone Gehaltsreport 2018 herunterladen.

 

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