Bild schlägt Text

Tipps für ein gelungenes Bewerbungsfoto
Viele Bewerbungsbilder geben lediglich Aufschluss darüber, ob ein Kandidat männlich oder weiblich ist, ob jung oder alt, ob brünett oder blond. Ein gutes Bewerbungsfoto hingegen vermittelt das gewisse Etwas. StepStone zeigt, worauf es dem Personalentscheider ankommt.

Ein ansprechendes Bewerbungsfoto allein ist natürlich noch kein Einstellungsgrund. Mit einem schlechten Bild hingegen können Sie sich die Chance auf den neuen Job durchaus verbauen. Das Bewerbungsbild soll die Aufmerksamkeit des Recruiters wecken, indem es Sie aus der Masse der Kandidaten hervorhebt. Es rückt Ihre Persönlichkeit ins rechte Licht und leistet somit das, was Lebenslauf und Anschreiben nicht vermitteln können: Eine positive Grundhaltung und eine überzeugende Ausstrahlung. Dieser gute erste Eindruck ist gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten wichtig, denn erstmals türmen sich wieder die Bewerbungsmappen auf den Schreibtischen der Personalentscheider.

Das Foto vom Profi ist ein Muss

Mittlerweile ist bekannt, dass Urlaubsschnappschüsse, am Computer zusammen geschnittene Bilder sowie Aufnahmen aus dem Bahnhofsautomaten unverzeihliche Bewerbungs-Fauxpas darstellen. Zum einen wirken solche Bilder unprofessionell, zum anderen vermitteln Sie den Eindruck, dass Sie es mit Ihrer Bewerbung nicht besonders ernst nehmen. Setzen Sie deshalb unbedingt auf professionell angefertigte Aufnahmen!

Finden Sie einen guten Fotografen

Bewerbungsbilder vom Profi sind eine kluge Investition in Ihre berufliche Zukunft. Dabei steht der Preis nicht unbedingt in Bezug zur Qualität der Fotos. Bei der Suche nach einem guten Fotostudio sollten Sie ähnlich vorgehen, wie bei der Wahl Ihres Friseurs. Lassen Sie sich von Bekannten einen Fachmann empfehlen oder schauen Sie sich Musteraufnahmen in Schaufenstern oder im Internet an. Wählen Sie einen Fotografen aus, der mehrere Fotos von Ihnen anfertigt, zwischen denen Sie sich anschließend entscheiden können. Oft hilft es auch, wenn Sie sich die Bilder zwischen den einzelnen Aufnahmen auf dem Computerbildschirm anschauen können. Unterm Strich zeichnet sich ein guter Fotograf nicht nur durch die Beherrschung seines Handwerkes, sondern auch durch eine exzellente Beratung aus.

Die Kleiderfrage

Einige Fotostudios vereinbaren für die Anfertigung von Bewerbungsbildern Termine. Kalkulieren Sie die Wartezeit auf einen Termin in den Bewerbungsprozess mit ein. Das Anfertigen von guten Bewerbungsbildern dauert circa 30 bis 45 Minuten. Der Fotograf wird Sie in der Kleiderfrage beraten und Sie gerne in verschiedenen Outfits fotografieren. Ein Tipp für Ihre Vorauswahl: Entscheiden Sie sich für Kleidung, die Sie in der Position tragen würden, auf die Sie sich bewerben. In konventionellen Berufen machen Männer mit Hemd, Krawatte und Sakko nichts falsch, Frauen setzen am Besten auf einen Blazer, eine ordentliche Frisur und dezentes Make-up. Logo-Shirts, tiefe Ausschnitte und Knallfarben hingegen sind echte NoGos. Übrigens: Einige Fotostudios bieten mittlerweile sogar den Service einer Visagistin an.

Positive Körpersprache

Ob Ihr Bild beim Personalentscheider punktet, hängt nicht von Ihrer Attraktivität, sondern von Ihrer Körpersprache ab. Diese sendet Signale aus, anhand derer sich der Recruiter ein erstes Bild Ihrer Persönlichkeit macht. Verkaufen Sie sich auf dem Bewerbungsfoto deshalb so, wie Sie im Berufsalltag auftreten: Freundlich und aufgeschlossen, motiviert und professionell. Vermeiden Sie müde Augen, hängende Schultern und eine verkrampfte Miene.

Richtige Platzierung

Für eine Online-Bewerbung reicht die digital gespeicherte Version der Bilder aus. Möchten Sie sich klassisch per Post bewerben, so benötigen Sie entwickelte Fotos. Dies wird einige Tage in Anspruch nehmen. Lassen Sie sich die Aufnahmen zusätzlich auf CD brennen, auch wenn Sie sich gegen eine Online-Bewerbung entschieden haben. Die digitale Version Ihrer Bewerbungsfotos ermöglicht es Ihnen, die Bilder beliebig oft entwickeln zu lassen. Zudem haben Sie Ihre Fotos direkt digital zu Verfügung, sollten Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt für eine Online-Bewerbung entscheiden. So sparen Sie sich die Zeit und Mühe, Ihre Bilder einzuscannen und verhindern gleichzeitig einen möglichen Qualitätsverlust durch den Scanvorgang.
Das Bewerbungsfoto wird auf dem Lebenslauf in der rechten oberen Ecke platziert.

Bunt oder schwarz-weiß?

Bewerbungsbilder sind in jedem Fall etwas größer als die klassischen Portraits für den Personalausweis. Lassen Sie sich über Format und Farbwahl von Ihrem Fotografen beraten. Faustregel: Mit Farbbildern machen Sie nichts falsch. In kreativen Berufen waren lange Schwarz-weiß Bilder beliebt, allerdings kommen sie langsam aus der Mode. Wichtig: Das Bewerbungsbild muss aktuell sein. Nach etwa einem Jahr oder nach einer auffälligen optischen Veränderung (neue Frisur/ Haarfarbe, Wechsel von Brille auf Kontaktlinsen oder umgekehrt), ist es Zeit für einen erneuten Besuch beim Fotografen.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Lebenslauf.

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