Absolventenkongress in Köln

Tipps zur Bewerbung, Selbstvermarktung und Vertragsverhandlung

Absolventenkongress in Köln

Tipps zur Bewerbung, Selbstvermarktung und Vertragsverhandlung
Vom 23.-24. November 2017 war es wieder soweit: Die große Jobmesse Absolventenkongress präsentiert vom Staufenbiel Institut öffnete ihre Tore für Studierende aller Semester und Fachrichtungen und Young Professionals.

Den Messebesuchern stellten sich mehr als 250 Unternehmen vor, und ein interessantes Programm lud zu spannenden Vorträgen und Talk-Runden ein. Interessierte konnten direkt vor Ort Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen und unter den 15.000 offenen Jobs ihren zukünftigen Beruf finden. Das abwechslungsreiche Programm reichte von Unternehmensvorstellungen bis hin zu hilfreichen Tipps für den Jobeinstieg. Wir haben in einige der Vorträge hineingehört.

 

Karrierestart: Relevante Faktoren im Bewerbungsprozess aus Sicht der Unternehmen (Caroline Stanski, StepStone)

Im Laufe des Bewerbungsprozesses können den Kandidaten einige Fehler unterlaufen, durch die sie sich aus dem Verfahren katapultieren. Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen, die teilweise auf nur eine Jobausschreibung eingehen, reicht dabei unter Umständen ein Rechtschreibfehler in der Bewerbung. Rechtschreibfehler gehören tatsächlich zu den am häufigsten gemachten Fehlern, gefolgt von unordentlichen und unvollständigen Unterlagen.

Bei der Art der Kandidatensuche nutzen die Unternehmen verschiedene Kanäle wie beispielsweise Online-Jobbörsen, die eigene Unternehmenswebsite aber auch Active Sourcing und die Dienste von Headhuntern. Inzwischen bevorzugen etwa 75 Prozent der Unternehmen eine Bewerbung per E-Mail, wobei die Bewerber laut Caroline Stanski unbedingt auf die Angaben in den Jobausschreibungen achten sollten, da hier in vielen Fällen die bevorzugte Bewerbungsform genannt wird.

Und was sind die wichtigsten Bestandteile einer Bewerbung? Für rund 90 Prozent der Unternehmen ist der Lebenslauf das wichtigste Kriterium. Erst dahinter folgen das Anschreiben, die Arbeitszeugnisse und letztlich das Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses. Vermehrt achten die Unternehmen bei einer Einstellung jedoch auch darauf, dass das Profil der Bewerber zur Unternehmenskultur passt, was auch für die Kandidaten selbst immer wichtiger wird. Denn: Mitarbeiter, die sich mit der Unternehmenskultur identifizieren, sind StepStone Studien zufolge zufriedener im Job. Im Zuge dessen stellte Caroline Stanski die App Good&Co vor, die das Matchen des eigenen Profils mit dem Profil verschiedener Unternehmen ermöglicht.

Für Absolventen und Young Professionals besonders interessant ist selbstverständlich auch das Thema Einstiegsgehalt, auf das Caroline Stanski ebenfalls einging. Die Höhe des Einstiegsgehalts hängt neben dem persönlichen Background auch von der Größe des Unternehmens, der Branche und Region ab. Wie die Durchschnittsgehälter beim Jobeinstieg im Einzelnen aussehen, ist dem StepStone Gehaltsreport zu entnehmen.

 

Boost yourself – Wie bekommst du jeden Job? (Felix Thönnessen, Berater und Coach)

Als erfolgreicher Keynote Speaker und Trainer weiß Felix Thönnessen, Geschichten zu erzählen, die nicht nur unterhaltsam sind, sondern auch dazu anregen, über die eigene Selbstpräsentation und eigenen Möglichkeiten nachzudenken. Sein Vortrag passte daher sehr gut ins Programm des Absolventenkongresses.

Dass aus dem Feedback von Kunden (übertragen auf den Bewerbungsprozess: aus dem Feedback von Unternehmen, die eine Absage erteilt haben) viel zu lernen ist, stellte Felix anhand einer Dating-App dar. Durch einen kurzen Wisch nach links oder rechts lässt sich bei dieser App das vorhandene oder nicht vorhandene Interesse an der gezeigten Person bekunden. Da es häufig vorgekommen ist, dass Kunden versehentlich in die falsche Richtung gewischt und sich anschließend an den Kundensupport gewendet haben, wurden die Wünsche der Kunden zum Geschäftsmodell gemacht und ein Rückholbutton eingeführt, der gegen den finanziellen Aufwand von €19,95 pro Monat die erneute Anzeige der weggewischten Person ermöglicht. Frei nach dem Motto „Man lernt am besten von den Nichtkunden“ sollte also auch im Bewerbungsprozess nach einer Absage ein Feedback eingeholt werden, um aus diesem zu lernen.

An verschiedenen Beispielen und Geschichten demonstrierte Felix Thönnessen, wie wichtig es ist, auch mal über starre Formen hinauszudenken und alle verfügbaren Möglichkeiten zu nutzen, sich dem Wunschunternehmen individuell und interessant zu präsentieren. Dabei sollte besonders auch auf die Darstellung auf Social-Media-Plattformen geachtet werden, da Personaler potenzielle Kandidaten durchaus im Netz überprüfen. Das heißt jedoch auch, dass das Internet durch die aktive und durchdachte Einflussnahme positiv für die Eigendarstellung genutzt werden kann. Was spricht beispielsweise dagegen, einfach mal eine Google AdWords Anzeige zum eigenen Namen zu schalten? Wird ein Bewerber oder eine Bewerberin von einem potenziellen Arbeitgeber gegoogelt, hebt er oder sie sich dadurch ganz bestimmt von der Konkurrenz ab.

Als Bewerber muss man sich möglichst gut verkaufen können, seinen Gegenüber überzeugen, weshalb beispielsweise auch nicht immer das gleiche Bewerbungsfoto an verschiedene Unternehmen geschickt werden sollte. Ebenso sollte bei einer persönlichen Vorstellung der Kleidungsstil angepasst werden – die Kleidung muss zum Unternehmen passen.

 

Online-Marketing im Zeitalter von Facebook & Predictive Analytics (Tobias Jelen, ConVista Consulting)

Die Zukunft des Online-Marketings liegt in der personalisierten Werbung, die zum Beispiel den allgemeinen Newsletter immer mehr ersetzt. Kunden werden gezielter angesprochen – und das nicht nur durch die E-Mail, sondern auch über Websites, Facebook, Instagram und Twitter. Tobias Jelen stellte in seinem Vortrag diese spannende Seite des Marketings vor, die sich damit beschäftigt, ein 360-Grad-Bild des Kunden zu erstellen. Durch modernste Technologien werden die Bewegungsmuster der Kunden im Netz verfolgt und es wird versucht, so viele Informationen wie möglich herauszufinden. Mit den gesammelten Informationen kann gezielt geworben werden, und so nutzen beispielsweise Reiseunternehmen Facebook als wichtige Vermarktungsquelle.

Als einen wichtigen Bereich nannte er Predictive Analytics, welche die Grundlage jeder personalisierten Werbung ist. Hier kümmern sich Data Scientists darum herauszufinden, wie hoch beispielsweise die Kaufwahrscheinlichkeit eines Kunden für ein bestimmtes Produkt ist. Stimmungen der Kunden werden mit dem Ziel analysiert, die vorhandenen Kunden glücklicher zu machen und Neukunden zu gewinnen. Den Kunden sollen nur Informationen geliefert werden, die für sie relevant sind, damit sie nicht verärgert werden, sondern für sie ein Mehrwert entsteht.

 

Der erste Arbeitsvertrag – Worauf muss ich achten? (Anika Stritzel, Die Führungskräfte – DFK)

Absolventen und Berufsanfänger haben wenig Erfahrung darin, wie ein Arbeitsvertrag aussehen sollte, daher ging Anika Stritzel in ihrem Vortrag auf alle relevanten Punkte ein, auf die bei einem Vertrag geachtet werden sollte.

Da Berufsanfänger keine oder wenig Erfahrung vorweisen können, ist ein individuelles Aushandeln häufig schwierig. Die Folge: Viele werden mit einem Standardvertrag abgespeist. Doch auch hier können sie sich zum Ziel setzen, zumindest die gesetzliche Mindestregelung zu verbessern. Denn wie Anika Stritzel sagte, gebe es keine Grenzen außer den gesetzlichen Grenzen. Grundsätzlich gilt: gründlich durchlesen und im Zweifelsfall nachfragen. Besonders bei einem befristeten Arbeitsvertrag sind Unterschiede zu beachten, je nachdem ob es sich um eine Befristung mit Sachgrund (Elternzeit) oder eine sachgrundlose Befristung handelt. Die sachgrundlose Befristung darf beispielsweise für maximal zwei Jahre bestehen, und innerhalb dieser Zeit ist eine dreimalige Verlängerung gestattet.

Zudem sollte darauf geachtet werden, wie flexibel das Arbeitsverhältnis festgelegt ist bezüglich der Position, Tätigkeit und des Dienstortes. Diese Punkte können bei betriebsbedingten Kündigungen oder einer Verlegung des Firmensitzes eine Rolle spielen. Die Kündigungsfrist ist ein Thema, das auch als Berufsanfänger gut nachverhandelt werden kann, da hier die gesetzliche Regelung in den ersten zwei Jahren lediglich einen Monat als Frist vorschreibt.

Die Vergütung ist sehr individuell und als Berufseinsteiger noch nicht so gut verhandelbar wie später mit Berufserfahrung. Doch besonders bei einer Gehaltsvariante mit einem variablen Anteil sollte darauf geachtet werden, für was die individuellen Ziele festgelegt sind. Der geringe Verhandlungsspielraum bei der Vergütung kann unter Umständen durch Sachbezüge wie ein Smartphone, Laptop oder Dienstwagen ausgeglichen werden. Anika Stritzel rät daher, diese Dinge ruhig anzusprechen. Bei einer im Vertrag enthaltenen Fortbildungsklausel sollte darauf geachtet werden, dass die Bindungsdauer ans Unternehmen und die Höhe der Rückzahlung bei einem vorzeitigen Ausstieg in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

Vom 23.-24. November 2017 war es wieder soweit: Die große Jobmesse Absolventenkongress präsentiert vom Staufenbiel Institut öffnete ihre Tore für Studierende aller Semester und Fachrichtungen und Young Professionals.

Den Messebesuchern stellten sich mehr als 250 Unternehmen vor, und ein interessantes Programm lud zu spannenden Vorträgen und Talk-Runden ein. Interessierte konnten direkt vor Ort Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen und unter den 15.000 offenen Jobs ihren zukünftigen Beruf finden. Das abwechslungsreiche Programm reichte von Unternehmensvorstellungen bis hin zu hilfreichen Tipps für den Jobeinstieg. Wir haben in einige der Vorträge hineingehört.

 

Karrierestart: Relevante Faktoren im Bewerbungsprozess aus Sicht der Unternehmen (Caroline Stanski, StepStone)

Im Laufe des Bewerbungsprozesses können den Kandidaten einige Fehler unterlaufen, durch die sie sich aus dem Verfahren katapultieren. Aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbungen, die teilweise auf nur eine Jobausschreibung eingehen, reicht dabei unter Umständen ein Rechtschreibfehler in der Bewerbung. Rechtschreibfehler gehören tatsächlich zu den am häufigsten gemachten Fehlern, gefolgt von unordentlichen und unvollständigen Unterlagen.

Bei der Art der Kandidatensuche nutzen die Unternehmen verschiedene Kanäle wie beispielsweise Online-Jobbörsen, die eigene Unternehmenswebsite aber auch Active Sourcing und die Dienste von Headhuntern. Inzwischen bevorzugen etwa 75 Prozent der Unternehmen eine Bewerbung per E-Mail, wobei die Bewerber laut Caroline Stanski unbedingt auf die Angaben in den Jobausschreibungen achten sollten, da hier in vielen Fällen die bevorzugte Bewerbungsform genannt wird.

Und was sind die wichtigsten Bestandteile einer Bewerbung? Für rund 90 Prozent der Unternehmen ist der Lebenslauf das wichtigste Kriterium. Erst dahinter folgen das Anschreiben, die Arbeitszeugnisse und letztlich das Zeugnis des höchsten Bildungsabschlusses. Vermehrt achten die Unternehmen bei einer Einstellung jedoch auch darauf, dass das Profil der Bewerber zur Unternehmenskultur passt, was auch für die Kandidaten selbst immer wichtiger wird. Denn: Mitarbeiter, die sich mit der Unternehmenskultur identifizieren, sind StepStone Studien zufolge zufriedener im Job. Im Zuge dessen stellte Caroline Stanski die App Good&Co vor, die das Matchen des eigenen Profils mit dem Profil verschiedener Unternehmen ermöglicht.

Für Absolventen und Young Professionals besonders interessant ist selbstverständlich auch das Thema Einstiegsgehalt, auf das Caroline Stanski ebenfalls einging. Die Höhe des Einstiegsgehalts hängt neben dem persönlichen Background auch von der Größe des Unternehmens, der Branche und Region ab. Wie die Durchschnittsgehälter beim Jobeinstieg im Einzelnen aussehen, ist dem StepStone Gehaltsreport zu entnehmen.

 

Boost yourself – Wie bekommst du jeden Job? (Felix Thönnessen, Berater und Coach)

Als erfolgreicher Keynote Speaker und Trainer weiß Felix Thönnessen, Geschichten zu erzählen, die nicht nur unterhaltsam sind, sondern auch dazu anregen, über die eigene Selbstpräsentation und eigenen Möglichkeiten nachzudenken. Sein Vortrag passte daher sehr gut ins Programm des Absolventenkongresses.

Dass aus dem Feedback von Kunden (übertragen auf den Bewerbungsprozess: aus dem Feedback von Unternehmen, die eine Absage erteilt haben) viel zu lernen ist, stellte Felix anhand einer Dating-App dar. Durch einen kurzen Wisch nach links oder rechts lässt sich bei dieser App das vorhandene oder nicht vorhandene Interesse an der gezeigten Person bekunden. Da es häufig vorgekommen ist, dass Kunden versehentlich in die falsche Richtung gewischt und sich anschließend an den Kundensupport gewendet haben, wurden die Wünsche der Kunden zum Geschäftsmodell gemacht und ein Rückholbutton eingeführt, der gegen den finanziellen Aufwand von €19,95 pro Monat die erneute Anzeige der weggewischten Person ermöglicht. Frei nach dem Motto „Man lernt am besten von den Nichtkunden“ sollte also auch im Bewerbungsprozess nach einer Absage ein Feedback eingeholt werden, um aus diesem zu lernen.

An verschiedenen Beispielen und Geschichten demonstrierte Felix Thönnessen, wie wichtig es ist, auch mal über starre Formen hinauszudenken und alle verfügbaren Möglichkeiten zu nutzen, sich dem Wunschunternehmen individuell und interessant zu präsentieren. Dabei sollte besonders auch auf die Darstellung auf Social-Media-Plattformen geachtet werden, da Personaler potenzielle Kandidaten durchaus im Netz überprüfen. Das heißt jedoch auch, dass das Internet durch die aktive und durchdachte Einflussnahme positiv für die Eigendarstellung genutzt werden kann. Was spricht beispielsweise dagegen, einfach mal eine Google AdWords Anzeige zum eigenen Namen zu schalten? Wird ein Bewerber oder eine Bewerberin von einem potenziellen Arbeitgeber gegoogelt, hebt er oder sie sich dadurch ganz bestimmt von der Konkurrenz ab.

Als Bewerber muss man sich möglichst gut verkaufen können, seinen Gegenüber überzeugen, weshalb beispielsweise auch nicht immer das gleiche Bewerbungsfoto an verschiedene Unternehmen geschickt werden sollte. Ebenso sollte bei einer persönlichen Vorstellung der Kleidungsstil angepasst werden – die Kleidung muss zum Unternehmen passen.

 

Online-Marketing im Zeitalter von Facebook & Predictive Analytics (Tobias Jelen, ConVista Consulting)

Die Zukunft des Online-Marketings liegt in der personalisierten Werbung, die zum Beispiel den allgemeinen Newsletter immer mehr ersetzt. Kunden werden gezielter angesprochen – und das nicht nur durch die E-Mail, sondern auch über Websites, Facebook, Instagram und Twitter. Tobias Jelen stellte in seinem Vortrag diese spannende Seite des Marketings vor, die sich damit beschäftigt, ein 360-Grad-Bild des Kunden zu erstellen. Durch modernste Technologien werden die Bewegungsmuster der Kunden im Netz verfolgt und es wird versucht, so viele Informationen wie möglich herauszufinden. Mit den gesammelten Informationen kann gezielt geworben werden, und so nutzen beispielsweise Reiseunternehmen Facebook als wichtige Vermarktungsquelle.

Als einen wichtigen Bereich nannte er Predictive Analytics, welche die Grundlage jeder personalisierten Werbung ist. Hier kümmern sich Data Scientists darum herauszufinden, wie hoch beispielsweise die Kaufwahrscheinlichkeit eines Kunden für ein bestimmtes Produkt ist. Stimmungen der Kunden werden mit dem Ziel analysiert, die vorhandenen Kunden glücklicher zu machen und Neukunden zu gewinnen. Den Kunden sollen nur Informationen geliefert werden, die für sie relevant sind, damit sie nicht verärgert werden, sondern für sie ein Mehrwert entsteht.

 

Der erste Arbeitsvertrag – Worauf muss ich achten? (Anika Stritzel, Die Führungskräfte – DFK)

Absolventen und Berufsanfänger haben wenig Erfahrung darin, wie ein Arbeitsvertrag aussehen sollte, daher ging Anika Stritzel in ihrem Vortrag auf alle relevanten Punkte ein, auf die bei einem Vertrag geachtet werden sollte.

Da Berufsanfänger keine oder wenig Erfahrung vorweisen können, ist ein individuelles Aushandeln häufig schwierig. Die Folge: Viele werden mit einem Standardvertrag abgespeist. Doch auch hier können sie sich zum Ziel setzen, zumindest die gesetzliche Mindestregelung zu verbessern. Denn wie Anika Stritzel sagte, gebe es keine Grenzen außer den gesetzlichen Grenzen. Grundsätzlich gilt: gründlich durchlesen und im Zweifelsfall nachfragen. Besonders bei einem befristeten Arbeitsvertrag sind Unterschiede zu beachten, je nachdem ob es sich um eine Befristung mit Sachgrund (Elternzeit) oder eine sachgrundlose Befristung handelt. Die sachgrundlose Befristung darf beispielsweise für maximal zwei Jahre bestehen, und innerhalb dieser Zeit ist eine dreimalige Verlängerung gestattet.

Zudem sollte darauf geachtet werden, wie flexibel das Arbeitsverhältnis festgelegt ist bezüglich der Position, Tätigkeit und des Dienstortes. Diese Punkte können bei betriebsbedingten Kündigungen oder einer Verlegung des Firmensitzes eine Rolle spielen. Die Kündigungsfrist ist ein Thema, das auch als Berufsanfänger gut nachverhandelt werden kann, da hier die gesetzliche Regelung in den ersten zwei Jahren lediglich einen Monat als Frist vorschreibt.

Die Vergütung ist sehr individuell und als Berufseinsteiger noch nicht so gut verhandelbar wie später mit Berufserfahrung. Doch besonders bei einer Gehaltsvariante mit einem variablen Anteil sollte darauf geachtet werden, für was die individuellen Ziele festgelegt sind. Der geringe Verhandlungsspielraum bei der Vergütung kann unter Umständen durch Sachbezüge wie ein Smartphone, Laptop oder Dienstwagen ausgeglichen werden. Anika Stritzel rät daher, diese Dinge ruhig anzusprechen. Bei einer im Vertrag enthaltenen Fortbildungsklausel sollte darauf geachtet werden, dass die Bindungsdauer ans Unternehmen und die Höhe der Rückzahlung bei einem vorzeitigen Ausstieg in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

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