Traineeprogramme

Qualifizierter Einstieg in den Beruf
Trainees - Azubis für das Management
Ausbildungsinhalte

Traineeprogramme - der qualifizierte Einstieg in den Beruf

Trotz anhaltender Arbeitslosigkeit steigt der Bedarf an Fach- und Führungskräften in der Wirtschaft. Gerade Großunternehmen machen gute Erfahrungen mit sogenannten Traineeprogrammen für akademische Berufsanfänger.

Wie sieht ein Traineeprogramm aus?
Die Ziele dieser zusätzlichen, betriebsinternen Ausbildungsform sind einfach: Fach- und Führungskräfte sollen unternehmensspezifisch herangezogen und an den Betrieb gebunden werden.Der potenzielle Arbeitnehmer wird dabei genau unter die Lupe genommen, damit er dann seinen Fähigkeiten entsprechend optimal eingesetzt werden kann.

Obwohl die Ziele der Traineeprogramme klar definiert sind, gestalten sich die einzelnen Programme in der Praxis sehr unterschiedlich.

Die Dauer von Traineeprogrammen liegt zwischen 3 Monaten und 3 Jahren. Zu Beginn werden meistens Einführungsseminare angeboten. Die wichtigste Lernformen sind aber Team- und Projektarbeiten, in denen sowohl die soziale Kompetenz, als auch die Organisationsfähigkeiten der Trainees geschult werden.

In der Regel werden während des Programms mehrere Abteilungen durchlaufen. Das ist eine Chance für die Trainees schon frühzeitig Kontakte im Unternehmen zu knüpfen.

nach oben

Trainees - Azubis für das Management

Traineeprogramme erfüllen für die Unternehmen in erster Linie folgende Funktionen:

  • Ein attraktives Traineeprogramm ist ein guter Köder für junge, kreative Köpfe.
  • In den Programmen werden die individuellen Talente frühzeitig erkannt. Traineeprogramme haben somit eine Selektionsfunktion.
  • Das Kennenlernen der unterschiedlichsten Unternehmensbereiche erleichtern dem Trainee die Entscheidung für eine spätere Position. Traineeprogramme erfüllen so auch eine Allokationsfunktion.
  • Die Qualifikation der Hochschulabsolventen wird unternehmensspezifisch erhöht.
  • Durch gezielte Teamarbeit werden soziale Kompetenzen gefördert. Die Integration der "akademischen Einzelkämpfer" von der Hochschule in den Betrieb wird so gefördert.
  • Ziel der Traineeprogramme ist auch, den jungen Mitarbeitern die jeweilige Unternehmensphilosophie näher zu bringen. Die frühzeitige Identifikation mit dem Unternehmen stärkt die Leistungsbereitschaft und die Zusammenarbeit der Beschäftigten.

Erfolgschancen
Eine unbefristete Festanstellung der Trainees wird entsprechend der Veränderung der Beschäftigungsverhältnisse immer seltener. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, nach einem Traineeprogramm von der Firma übernommen zu werden, sehr hoch. Schließlich lassen sich die meisten Unternehmen die Ausbildung des Führungsnachwuchses einiges kosten.

Eine Garantie, gleich einen Führungsposten zu bekommen, gibt es allerdings nicht. Nur etwa ein Drittel der Unternehmen gibt an, über Traineeprogramme zukünftige Führungskräfte zu rekrutieren.

An wen sich Trainee-Angebote richten
Traineeprogramme richten sich fast ausschließlich an Absolventen von Hoch- und Fachhochschulen. Die bevorzugte Studienrichtung sind dabei die Wirtschaftswissenschaften.
Informatiker und Ingenieure sind auch gefragt, wogegen Naturwissenschaftler, Juristen und Geisteswissenschaftler eher geringe Chancen haben, was nicht heißt, dass es aussichtslos ist.

In letzter Zeit gehen die Unternehmen immer mehr dazu über, Studenten schon während ihres Studiums für sich zu gewinnen. Studienintegrierte Traineeprogramme bieten dabei schon während des Studiums eine praxisnahe Orientierung mit einer festen Finanzierung an. Das Jobben in berufsfremden Bereichen entfällt und die erste Arbeitsstelle ist so gut wie sicher.

Wer ist qualifiziert?
In einer Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft unter 117 deutschen Unternehmen kristallisierten sich vier Auswahlkriterien bei den Bewerbungen als die Wichtigsten heraus:

  • Absolvierte Praktika
  • Zielgerichtetheit des Lebenslauf
  • Studienschwerpunkte
  • Abschlussnote
Der Stellenwert von Fremdsprachenkenntnissen und Auslandserfahrungen wird je nach Branche und Unternehmensphilosophie unterschiedlich bewertet.

Die geforderten Charaktereigenschaften der zukünftigen Führungskräfte sind vorrangig Persönlichkeit, unternehmerisches Denken, Kreativität, Eigenständigkeit sowie Team- und Kommunikationsfähigkeit. Von einem Trainee wird also viel Aktivität verlangt im Gegensatz zu den eher passiv-reziptiven Anforderungen an der Universität.

Zu den hohen Anforderungen an Trainee-Kandidaten gehören in der Regel auch ein überdurchschnittlicher Abschluss und eine kurze Studiendauer.

nach oben

Ausbildungsinhalte

Traineeprogramme können sehr unterschiedlich aussehen. Die Programmdauer variiert zwischen drei Monaten und drei Jahren, wobei der gängigste Zeitraum bei rund 15 Monaten liegt.

Den ganzen Betrieb kennen lernen
Die Traineeprogramme sind dem Bedürfnis nach kommunikativen und kooperativen Fähigkeiten der Mitarbeiter entsprechend ausgerichtet.

Die Trainees lernen mehrere Abteilungen des Unternehmens kennen. Das soll nicht nur einen Einblick in Unternehmensstrukturen bringen, sondern auch die persönlichen Kontakte zwischen unterschiedlichen Betriebsbereichen fördern.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen ist heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Betriebes geworden.

Mobilität ist gefragt
Je nach Branche sind die Traineeprogramme auch international ausgerichtet. Das kann bedeuten, dass auch ein Block des Programms in einer ausländischen Filiale absolviert wird. Einige Unternehmen bieten sogar spezielle internationale Traineeprogramme an, bei denen die Teilnehmer aus verschiedenen Ländern kommen.

Teamarbeit statt Pauken
Ein weiteres charakteristisches Merkmal von Traineeprogrammen betrifft ebenfalls die Kommunikations- und Teamfähigkeit. In kleinen Gruppen werden Projektarbeiten erstellt oder in Workshops Fallanalysen erarbeitet. Dabei lernen sich die neuen Führungskräfte kennen und erweitern ihre gruppendynamischen Erfahrungen. Ergänzt werden die Prgramme durch die Durchführung simulierter oder realer Projekte, in denen der Trainee seine Belastbarkeit und sein praktisches Umsetzungsvermögen unter Beweis stellen kann. ‚Learning by doing' ist dabei die Devise. Passive Lernformen durch Vorträge und Seminare sind dagegen "out".

Feedback
Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Programme ist die regelmäßige Kommunikation zwischen Trainee und den Mentoren, die die jungen Mitarbeiter begleiten und fördern sollen.

Dabei werden die Lernerfolge und die individuellen Stärken und Schwächen festgestellt. Immer mehr Traineeprogramme sind so flexibel, dass sie sich den besonderen Fähigkeiten eines Trainees individuell anpassen lassen.

nach oben

 

Seitenanfang   Zurück    Weiterempfehlen   Drucken