Telearbeit |
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Telearbeit - Die Arbeitsformen der Informationsgesellschaft Telearbeit - Die Arbeitsformen der InformationsgesellschaftUnter dem Begriff "Telearbeit" fasst man alle Tätigkeiten zusammen, die unterstützt durch Informations- und Kommunikationsnetze unabhängig vom Standort des Arbeit- oder Auftraggebers an einer "dezentralen Arbeitsstätte" durchgeführt werden.Am häufigsten sind die alternierende Telearbeit, also die abwechselnde Beschäftigung in Büro und am PC in den heimischen vier Wänden (häufig einfachere Tätigkeiten), sowie die mobile Telearbeit unter Einsatz von Endgeräten wie Notebook und Handy durch Außendienstmitarbeiter oder Führungskräfte, die ständig erreichbar sein müssen. Telearbeit ist also nicht mehr als eine Arbeitsform, mit der viele Arbeitsinhalte und Berufsbilder vereinbar sind. Gemeinsam haben die Varianten nur die weitgehende Nutzung der neuen Medien und die Lösung von einem betrieblichen Umfeld - und das Problem, durchlässiger werdende Grenzlinien zwischen Berufs- und Privatleben neu ziehen zu müssen. Fragliche Rechtsgrundlagen Eine neue Welt für Beschäftigte und Unternehmen Arbeitsplatz im WandelDer Sprung von der Dienstleistungs- zur Informationsgesellschaft in der letzten Dekade hat die Gestaltung der Arbeitsformen noch nicht nachhaltig verändert. Erst allmählich wird ein Bewusstsein und ein Rahmen dafür geschaffen, dass die meisten Arbeiten zukünftig nicht mehr zentral in Großraumbüros, sondern flexibel von zu Hause aus im Netz oder von unterwegs erledigt werden können. Hat der "Betrieb" noch Zukunft? Der Anteil an Telearbeitsplätzen in Deutschland steigt zwar stetig, ist aber noch viel niedriger als in Frankreich und Großbritannien, vor allem aber den USA. Telearbeit erscheint vielen Beschäftigten hierzulande als Abschaffung der Kollegialität und damit als Auflösung einer Solidarität der "Werktätigen". Und wie lange es dauert, den Chef zu der Einstellung "Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser" zu bewegen, hat wohl jeder schon einmal den Augen seines Vorgesetzten ablesen können... Der Geldbeutel des Auftraggebers freut sich... Die Vorteile für den Arbeitgeber sind nicht von der Hand zu weisen: Er spart vor allem Raummieten und Betriebskosten. Die finanziellen Zusatzleistungen für die Betriebsangehörigen fallen nicht mehr so ins Gewicht. Skeptiker befürchten aber besonders, dass auf diese Weise Arbeitnehmervertretungen, die für die Rechte der Beschäftigten einstehen, mundtot oder sogar überflüssig gemacht werden. ... auch das Großhirn des Auftragnehmers? |
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Typen der TelearbeitOb "selbstständig" oder "angestellt", ist bei Telearbeitern nur ein Unterscheidungskriterium, und wahrscheinlich nicht das wichtigste. Umfeld, Umfang und Niveau der externen Arbeit müssen viel eher herangezogen werden, um einen Überblick über die konkreten Erscheinungsformen zu gewinnen. Telearbeit zu Hause Für Mütter mit kleinen Kindern ist diese Arbeitsform eine zu erwägende Alternative zur Teilzeitarbeit. Nachteilig ist die Verquickung des Privat- mit dem Berufsleben. Büroarbeit trifft Telearbeit Telearbeit in der "Kommunikationsfabrik" Satellitenbüros sind ausgegliederte Zweigstellenbüros eines Unternehmens, die nur durch Internet und Telekommunikationsverbindungen mit dem Hauptfirmensitz korrespondieren. Solch ein Büro kann auch von mehreren Firmen gemeinsam genutzt werden. Zum Beispiel Call-Center können auf diese Weise regional oder sogar global gestreut werden, mit vielen Einsparmöglichkeiten bei Telefon-, Raum-, Personal- und Verwaltungskosten. Telezentren, bislang zumeist in Nordwest-Europa als Telecottages verbreitet, sind dagegen nicht firmeneigen, sondern werden von der öffentlichen Hand oder privaten Dienstleistern angeboten. Outsourcing ist also die Devise. Nachbarschaftshäuser sind kollektiv betriebene Büros in der näheren Umgebung der beteiligten Firmen oder Kleinunternehmer. Von der Briefkasten- zur E-Mail-Eingangskorb-Firma Telearbeit on the road |
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Probleme und LösungenVom Ideal in die Praxis Vor allem sollte sich die Frau keinen Illusionen der Vereinbarkeit von Kindererziehung und Berufstätigkeit dank Telearbeit hingeben. Telearbeit ist echte Arbeit, die nicht mit halber Kraft erledigt werden kann. Über die bloße Anwesenheit hinaus sollten Abmachungen mit Nachbarn und Freunden getroffen werden, die im Falle unkalkulierbarer Ereignisse bei der Kinderbetreuung helfen. Mittelmaß schadet niemandem Disziplin und Motivation Die Arbeitstechniken sollten deshalb auch ziel- und ergebnisorientiert sein. Die abendliche Frage "Wie viel habe ich heute eigentlich geschafft?" sollten Telearbeiter im besonderen Maße beherzigen. "Freie Zeiteinteilung" klingt gut, birgt aber Gefahren. Die Telearbeitnehmer werden bald erfahren, dass ein bestimmter, immergleicher Rhythmus zwischen Arbeitsabläufen und Privatleben trotzdem am effizientesten und angenehmsten ist. Die Motivation, sich an den Rechner zu setzen und der Berufstätigkeit zu widmen, ist größer, wenn man sich selbst für bestimmte Zeitpunkte und Uhrzeiten einen gewissen inneren Zwang auferlegt. Wer die Arbeit bis in die späten Abendstunden vor sich herschiebt, bekommt womöglich zuwenig Schlaf und kann die Aufgaben des folgenden Tages nicht mehr verfolgen - und das natürlich ohne ein Anrecht auf Nacht- und Feiertagszuschlag... Arbeitswut und Privatleben Um solchen psychologischen Mechanismen zu begegnen, sind die häuslichen Arbeitszeiten und Kriterien der Arbeitsleistung schon im Vorfeld mit dem Arbeitgeber klar zu definieren. Tipp: Die enge Betriebsbindung Die enge Betriebsbindung ist auch günstig, weil sie den Arbeitnehmerstatus sichert. Es sollte darauf geachtet werden, dass Betriebsstandards des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auch für den Heimarbeitsplatz gelten. Der Betriebsrat hilft in solchen Fragen weiter. |
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Vorbereitung von Unternehmen und MitarbeiternTechnisches Know-How beherrschen Soziale Verwerfungen bedenken Organisatorische Probleme abfedern Telearbeit in Deutschland Ein Problem der organisatorischen Struktur ist die Vielfältigkeit dessen, was unter "Telearbeit" gefasst wird. Wohl auch deshalb hat sich der erst 1998 gegründete Verband Telearbeit Deutschland (VTD) im März 2001 schon wieder aufgelöst. Links zu den genannten Seiten: |
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