Stress bei der Arbeit - testen Sie, wie stark er Sie beeinflusst

Die Symptome von Stress erkennen andere häufig eher als Sie selbst. Wenn Sie enge persönliche Beziehungen zu Ihren Kollegen haben, ist es wahrscheinlich, dass Sie irgendjemand zur Seite nimmt und Ihnen seine Besorgnis mitteilt, damit Sie frühzeitig etwas dagegen unternehmen können. An einem Arbeitsplatz, an dem engere Bindungen zwischen Kollegen nicht vorhanden sind, ist eine Selbstregulierung schwieriger. In einer hierarchischen Organisation z. B. tendieren Mitarbeiter dazu, sich auf Kosten der sozialen Wechselwirkung auf "individuellen Ebenen" abzuschotten.

Auch wenn Sie jemand anspricht, wird Ihre Reaktion unvorhersehbar sein. Leiden Sie tatsächlich unter Stress, könnten Sie mit Ärger, Hysterie oder Tränen reagieren - wer weiß? Am besten ist es deshalb, sich Selbstüberwachungsmechanismen für den eigenen Stress anzugewöhnen. Viele der Stressmerkmale heben sich ganz deutlich gegenüber Ihren "normalen" Verhaltensmustern ab: Sie kauen an den Nägeln, schimpfen auf die Kollegen oder legen unnötige Wege zurück, weil Sie über kein Konzept der zu erledigenden Tätigkeiten mehr verfügen. "Stresstests" stellen jedoch ein brauchbares Werkzeug zur Selbstanalyse dar und helfen Ihnen, Probleme zu lösen, die Sie sonst ignoriert hätten.



Machen Sie den Test
Lassen Sie sich die folgenden Situationen durch den Kopf gehen und bewerten Sie anhand der folgenden Skala, wie häufig Sie diese erleben:

1.
Ich weiß nicht, was von mir erwartet wird.
2.
Meine Kollegen scheinen unsicher darüber zu sein, was meine Arbeit ist.
3.
Mein Chef und ich haben Meinungsverschiedenheiten.
4.
Meine Projekte und Aufgaben stehen oft unverbunden nebeneinander.
5.
Ich habe kein Vertrauen in das Management.
6.
Von mir wird erwartet, eine Aufgabe abzubrechen und eine neue zu beginnen.
7.
Meine Abteilung ist in Konflikt mit anderen Abteilungen.
8.
Ich erhalte negative Rückmeldungen.
9.
Entscheidungen, die mich betreffen, werden ohne mein Wissen getroffen.
10.
Ich muss Entscheidungen akzeptieren, ohne dass mir eine Erklärung gegeben wird.
11.
Ich muss an Konferenzen teilnehmen, die nichts mit meiner Arbeit zu tun haben.
12.
Ich verberge in Konferenzen meine tatsächliche Meinung.
13.
Ich habe zu viel zu tun und zu wenig Zeit dafür.
14.
Ich habe nicht genug zu tun.
15.
Ich fühle mich für die Arbeit, die ich tue, überqualifiziert.
16.
Ich fühle mich für die Arbeit, die ich tue, unterqualifiziert.
17.
Die Menschen, mit denen ich arbeite, haben einen anderen Ausbildungshintergrund (Fachgebiet, Niveau) als ich.
18.
Ich muss andere Abteilungen einsetzen, um meine Arbeit zu schaffen.
19.
Ich habe ungelöste Konflikte mit meinen Kollegen.
20.
Ich bekomme von meinen Kollegen keine persönliche Unterstützung.
21.
Ich verbrauche mehr Zeit für die Bearbeitung von kleinen Problemen als für die Planung.
22.
Die Menschen, mit denen ich arbeite, haben einen anderen persönlichen Hintergrund (Alter, Geschlecht, Nationalität).
23.
Persönliche Beziehungen zu meinen Kollegen stehen meiner Arbeit im Wege.
24.
Ich erhalte keinerlei Leistungskontrolle.
25.
Meine Arbeit bietet keine Chance, meine Fähigkeiten zu demonstrieren.
26.
Meine Arbeit erscheint bedeutungslos.
 
  Vergleichen Sie bitte Ihren Wert:
Die Stressskala
bis 24
29 - 36
45 und mehr
geringe Gefahr
mittlere Gefahr
hohe Gefahr

Liegt die Summe Ihrer Stresspunkte über 36, erwägen, Ihren Arbeitsstil zu ändern. Bereiche, in denen Sie 5 Punkte erreichen, sollten mit Priorität angegangen werden, um Stress mit seinen zerstörerischen Wirkungen schon im Vorfeld zu vermeiden.

Entwickelt wurde der Test von John Adam, Autor von Stress, Health and Your Lifestyle, mit dem Ziel, die kumulative Natur von Stress aufzuzeigen, und auf Stress als Risikofaktor für uns alle hinzuweisen. Es ist ein Fehler zu glauben, dass Stressniveaus, an die wir uns gewöhnt haben, "normal" und daher nicht Besorgnis erregend sind.

Test mit verstärkter Kommunikation verbinden
Wenn Sie von Ihrem eigenen hohen Punktestand überrascht sind, warum fragen Sie dann nicht auch mal andere, ob Sie gestresst wirken? Ihre Kollegen und Freunde beobachten Sie schließlich tagein tagaus und sind sozusagen "Kronzeugen" Ihrer Entwicklung. Ihre Stresssymptome können für die Kommunikation auch vorteilhafte Nebeneffekte haben, indem Probleme offen gelegt werden, die andere dazu ermuntern, die eigene Stresssituation zu prüfen.
ILAB

 

 

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