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Wer hat Schuld, wenn Vasen zu Bruch gehen, ein Auftrag platzt oder ein Projekt schlecht läuft? Antworten Sie auf diese Frage gerne mit "ich"? Andere können sowieso alles viel besser als Sie! Nur manchmal fragen Sie sich ganz leise, warum Kollege Meyer eigentlich so einfach auf der Karriere-Überholspur an Ihnen vorbeigezogen ist. Er strotzt gerade so vor Selbstbewusstsein. Woher der das so einfach nimmt...
Nicht jedem ist ein gesundes Selbstvertrauen in die Wiege gelegt. Und besonders Frauen fällt es oft schwer, sich mit erhobenem Kopf und im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten im Berufsleben gegen andere durchzusetzen. Mangelndes Selbstbewusstsein kann schnell zur Stolperfalle auf der Karriereleiter werden. Das muss jedoch nicht so bleiben, denn das Vertrauen in sich selbst können Sie systematisch aufbauen.
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Welcher Typ sind Sie? - knallhart und zielstrebig oder mitfühlend und umsichtig
Denken Sie einmal kurz nach. Was trifft eher auf Sie zu: Sie lösen Probleme gerne alleine anhand von Zahlen und Fakten. Sie arbeiten Schritt für Schritt und konsequent bis zum gewünschten Ergebnis. Die Anregungen der hilfsbereiten Kollegen empfinden Sie als wenig hilfreich, sondern eher als Bevormundung. Oder können Sie eher gut zuhören? Lösen Probleme gerne im Gespräch und stellen die Bedürfnisse anderer über die eigenen? Psychologen ordnen die erst genannten Attribute dem so genannten "Sachtyp" zu, während sie im zweiten Fall von Gefühlstypen sprechen. Dieser Typ besticht zwar aufgrund seiner ausgesprochenen kommunikativen Stärke, doch ist sein Selbstwertgefühl stark vom Zuspruch der anderen abhängig. Denn gefühlsorientierte Typen wollen vor allem eins: geliebt werden. Klar: Die meisten Menschen sind eine mehr oder minder ausgewogenen Mischung aus beiden Komponenten. Dennoch überprüfen Sie einmal gründlich sich selbst: Wie wichtig ist Ihnen die Anerkennung anderer wirklich? Und wie sehr achten Sie darauf, Ihre Kollegen und Ihren Chef lieber nicht zu verprellen, auch wenn dies bedeutet, dass Sie unliebsame Aufgaben übernehmen müssen?
Nur wer sich selbst schätzt, den schätzen auch die anderen
Selbstbewusstsein bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu sein, also seine Fähigkeiten und Talente zu kennen. Haben Sie es schon einmal versucht? Vor einer schwierigen Aufgabe stellen Sie sich vor den Spiegel, drücken die Brust heraus und schmettern sich selbst ein markiges "Ich schaffe das !" entgegen. Lieber nicht? Die Macht der Autosuggestion sollten Sie jedoch nicht unterschätzen. Vor allem dann nicht, wenn sie negativ ist. Wer sich mehrmals täglich selbst beteuert "Ich kann das nicht!", findet seine Annahme nicht selten auch bestätigt. Sie können sich mit diesem Ausspruch zwar dem Zuspruch und Mitgefühl Ihrer Kollegen sicher sein, doch Respekt verschaffen Sie sich mit Ihrer eigenen Negativeinschätzung selten. Bedenken Sie, jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt. Die Auswahl liegt bei Ihnen. Klopfen Sie sich also ruhig nach Erfolgen selbst einmal auf die Schulter und lassen Sie auch Ihr Umfeld an Ihrem gelungenen Arbeitsergebnis teil haben.
Zusätzlich sollten Sie einmal versuchen, all Ihre kleinen Erfolge schriftlich festzuhalten. Diese Methode empfiehlt sich besonders für Perfektionisten, die an sich selbst sehr hohe Ansprüche stellen und über die eigenen guten Ergebnisse schnell hinwegsehen. In einem so genannten Erfolgstagebuch tragen Sie alle Ihre kleinen Glanzleistungen ein. Auf diese Sammlung können Sie auch wunderbar zurückgreifen, wenn Sie sich für einen neuen Job bewerben und Ihre Qualifikation und Kompetenz glaubhaft beweisen müssen.
Grenzen ziehen - die Macht der klaren Sprache
"Eigentlich könnte man unter Umständen vielleicht möglicherweise in Betracht ziehen..." - Wer sich gerne hinter dem unbestimmten "man" versteckt und obendrein den Zuhörer mit relativierenden Füllwörtern überhäuft, wirkt wenig überzeugend und läuft Gefahr, dass seine Wünsche nicht ernst genommen werden. Formulieren Sie Ihren Standpunkt lieber aktiv, klar und eindeutig: "Ich finde, dass..." oder "Ich schlage vor, dass..." Sprechen Sie möglichst langsam und deutlich. Wer sich in rasendem Tempo verhaspelt, beweist Verunsicherung und macht es dem Zuhörer schwer zu folgen. Sprechen Sie ruhig auch bei Konflikten einmal Klartext. An- und Übergriffe von Kollegen und Vorgesetzten sollten Sie bestimmt und möglichst sachlich entgegen treten, auch wenn dies bedeutet, sich manches Mal beim einen oder anderen unbeliebt zu machen. Denn maßgeblich ist, dass auch die anderen von Ihrem Selbstbewusstsein Kenntnis nehmen. Und das gelingt Ihnen nur, wenn Sie Ihre Meinung, Ihre Kritik oder Wünsche klar und präzise formulieren. Je greifbarer Sie für andere sind, umso stärker rücken Sie Ihre Person auch Ihrem Umfeld ins Bewusstsein.
© Büro für Berufsstrategie GmbH 2004
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