Im nächsten Jahr wird alles anders...
- Wie man gute Vorsätze erfolgreich in die Tat umsetzt

2005! Ab jetzt wird alles besser! - Zu Jahresbeginn schlägt regelmäßig die Stunde der guten Vorsätze: Abspecken, mehr Zeit für die Familie, regelmäßig Sport, Schluss mit dem Rauchen und im Beruf endlich vorankommen. Meistens aber halten die hochfliegenden Pläne nicht lange und scheitern schon nach wenigen Tagen. Sind gute Vorsätze - wie Oscar Wilde einst spottete - nur nutzlose Versuche, die Naturgesetze außer Kraft zu setzen? Die Psychologen Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader vom Büro für Berufsstrategie teilen diese ernüchternde Einschätzung nicht. Sie sind optimistisch: "Gute Vorsätze zu fassen, ist keineswegs ein nutzloses Unterfangen. Mit einer gründlichen Analyse und der richtigen Strategie ist es durchaus möglich, festgefahrene Verhaltensmuster dauerhaft zu verändern."

Im Berufsleben ansetzen

Die beiden Arbeitsexperten wissen, die meisten Probleme haben ihren Ursprung im beruflichen Umfeld: Gibt es Spannungen in der Partnerschaft, liegt das häufig an zu großer Arbeitsbelastung. Unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung haben ebenfalls oft mit Termindruck zu tun. Sogar die Ursachen für manche Krankheiten findet man am Arbeitsplatz. Zahlreiche Menschen leiden unter Magenbeschwerden und Angstgefühlen, weil sie sich im Job nicht richtig durchsetzen können oder der Druck zu stark ist. Sie gehen Konflikten aus dem Weg und lassen sich zu viele Aufgaben aufladen. "Um Ihre guten Vorsätze zu verwirklichen, sollten Sie beim Beruf ansetzen", so Hesse und Schrader. "Bringen Sie im neuen Jahr Ordnung in Ihr Berufsleben!"

So konkret wie möglich werden

Doch allein mit Problemanalyse ist es nicht getan. Vielmehr bedarf es noch der richtigen Strategie: "Um Ihre guten Vorsätze langfristig zu verwirklichen, sollten Sie sich konkrete, messbare Ziele setzen," raten die Psychologen. Also nicht nur ins Auge fassen, künftig weniger zu arbeiten, sondern sich vornehmen, jeden Abend zu einer ganz bestimmten Uhrzeit das Büro zu verlassen. "Wenn Sie in Ihren Zielvorstellungen zu vage bleiben, laufen Sie Gefahr, dass diese im Sande verlaufen. Das Gehirn kann konkrete Vorgaben viel besser verarbeiten."

Alleine tut man sich schwer

Zudem ist es sinnvoll, ein größeres Ziel in kleine Etappenziele aufzuteilen. Hesse: "Wollen Sie im Beruf selbstbewusster werden, ist das natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen. Verschaffen Sie sich das nötige Know-how, setzen Sie das Erlernte Schritt für Schritt um und halten Sie Ihre Erfolge schriftlich fest." Alleine tut man sich aber oft schwer: "Es ist ratsam, in dieser sensiblen Umstellungsphase die Hilfe eines professionellen Coachs in Anspruch zu nehmen oder motivierende Karriereseminare zu besuchen. Damit geben Sie Ihren Plänen die notwendige Verbindlichkeit und bekommen ein ehrliches Feedback."

Positiv statt negativ formulieren

Hesse und Schrader wissen: Die Macht der Gewohnheit sollte man nicht unterschätzen. Diese Einschätzung bestätigt auch der Wissenschaftler James Prochaska aus den USA. Seinen Untersuchungen zufolge werden 80 Prozent aller Vorsätze nicht umgesetzt, 23 Prozent scheitern sogar schon in der ersten Januarwoche. Schuld daran sind unbewusste Gedächtnisprozesse. Während neues Verhalten mühsam erlernt werden muss, schleichen sich alte Gewohnheiten ganz automatisch wieder ein. Hesse weiß, wie man dieses Problem in den Griff bekommt: "Formulieren Sie Ihre Vorsätze positiv, nicht negativ. Anstatt zu sagen ‚Ich will mich von den Kollegen nicht mehr unterbuttern lassen', überlegen Sie lieber, wie Sie in bestimmten Situationen souverän kontern." Außerdem sind Durchhaltewillen und konsequentes Training notwendig. Wie so oft gilt auch hier: "Übung macht den Meister."

Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader

Weitere Informationen zu Bewerbung und Karriere finden Sie unter www.berufsstrategie.de

 

 

Seitenanfang    Zurück    Weiterempfehlen   Drucken