Bewerbungs-Lexikon

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B wie Begrüßung
Belastbarkeit
Berufsverbände
Bewerbungsfoto
Bewerbungssituationen
Bewerbungskosten
Bewerbungsunterlagen
Branchenkenntnisse

Begrüßung

Jedes Vorstellungsgespräch folgt einem bestimmten Ablauf. Die Begrüßung und einleitende Sätze wie "Haben Sie gut hergefunden?" dienen häufig dazu, die Atmosphäre zu entkrampfen. Andererseits ist dies der Moment, in dem der berühmt-berüchtigte erste Eindruck geprägt wird. Versuchen Sie, gelassen zu wirken und einigermaßen selbstsicher zu erscheinen.

Belastbarkeit

Behalten Sie auch in chaotischen Situationen einen kühlen Kopf? Können Sie mit anhaltenden Stress-Situationen umgehen und trotzdem noch qualitativ gute Leistungen erbringen? Dann gelten Sie sicher als belastbar. Nicht nur chronisch unterbesetzte Abteilungen und Unternehmen mit extremen Auftragsspitzen suchen solche Leute.
Wenn eine Stellenanzeige die Anforderung "Belastbarkeit" enthält, überlegen Sie sich Beispiele aus Ihrer bisherigen Berufspraxis, mit denen Sie diese Eigenschaft dokumentieren können. Nicht erst im Vorstellungsgespräch, sondern schon im Anschreiben sollten Sie diesen Punkt ausreichend belegen. Auch bei der vorangehenden telefonischen Kontaktaufnahme kann das Thema angesprochen werden.

Berufsverbände

In Deutschland gibt es eine große Zahl an Berufsverbänden, die eine wie auch immer geartete Interessenvertretung bieten.
Auch die Gewerkschaften sind seit Bestehen der Bundesrepublik nach Branchen organisiert. Zur Zeit finden Konzentrationsprozesse statt, die zu immer weniger und immer größeren Einzelgewerkschaften führen. Zahlreiche ehemals eigenständige Berufsverbände sind den Einzelgewerkschaften beigetreten und bilden heute den Kern von beruflichen Fachgruppen.
Verbände und Gewerkschaften bieten ihren Mitgliedern zahlreiche Serviceleistungen. Dazu zählen unter anderem Fortbildungsmaßnahmen, Beratung und Rechtsschutz in arbeitsrechtlichen Fragen, Auskünfte über Gehaltsniveaus und Tarifverträge, die Möglichkeit zum Austausch unter Kollegen und weiterführende Berufsinformationen.
Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader

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Bewerbungsfoto

Ihr Bewerbungsfoto sollte den selben Anforderungen wie Ihre ganze Präsentation genügen: Sie wollen sich als künftiger Mitarbeiter profilieren, der gewissenhaft, engagiert und kompetent seine Aufgaben erledigt. Das überbelichtete Passfoto aus dem Bahnhofsautomaten erweckt jedoch einen gegenteiligen Eindruck. Nicht anders verhält es sich mit zurechtgeschnittenen Urlaubsbildern oder Jugendfotos aus längst vergangener Zeit. Freizügige Aufnahmen oder Schnappschüsse vom Karneval haben ebenfalls nichts in einer Bewerbungsmappe zu suchen.
Unterschätzen Sie nicht, wie viele Personalentscheider zuerst einen Blick auf Ihr Foto werfen, bevor Sie sich Ihren schriftlichen Unterlagen widmen. In manchen Betrieben kursieren die Bewerbungen unter den Mitarbeitern, die sich äußern sollen, ob Sie sich den jeweiligen Kandidaten in ihrem Team vorstellen können. Überlegen Sie einmal, was Sie selbst in das Bild einer Person hinein interpretieren, wenn Sie dieser zuvor noch nie begegnet sind.
Nehmen Sie also professionelle Hilfe in Anspruch, und lassen Sie Ihre Bewerbungsbilder im Fotostudio anfertigen. Sie müssen aber nicht jetzt schon überlegen, was Sie zum Vorstellungsgespräch anziehen wollen. Ihr Outfit muss für beide Fälle nicht identisch sein, sollte sich aber vom Stil her nicht zu stark unterscheiden. Verzichten Sie nicht aus Eitelkeit auf Ihre Brille, wenn Sie diese sonst immer auf der Nase sitzen haben. Jeder offensichtliche Täuschungsversuch, und sei er noch so banal, könnte den Verdacht erwecken, Sie hätten auch in anderen Bereichen Ihre Darstellung zu sehr geschönt. Lächeln Sie, blecken Sie nicht Ihr Gebiss, aber versuchen Sie, einen freundlichen und offenen Eindruck zu geben. Alles Weitere sollte ein guter Fotograf von sich aus ansprechen.
Denken Sie daran, dass Studioaufnahmen nicht von heute auf morgen möglich sind. In der Regel müssen Sie einen Termin vereinbaren und anschließend noch zehn bis 14 Tage auf die Abzüge warten. Akzeptieren Sie bei der Abholung keine Bilder, die handwerklich unzureichend sind. Das betrifft nicht nur die technische Qualität der Fotos, sondern auch das Motiv. Wenn also gerade Ihre sonst eher verdeckte Zahnlücke zum absoluten Blickfänger geworden ist oder Sie die Augen auf allen Bildern geschlossen halten, sollten Sie auf Nachbesserung drängen. Die Kosten für die Fotoarbeiten fallen unter Bewerbungskosten.

Bewerbungssituation

Viele Arbeitssuchende empfinden die Bewerbungssituation als Ausnahmezustand. Dabei ist die Werbekampagne für die eigene Person etwas ganz Alltägliches. Überlegen Sie einmal: Fallen Ihnen nicht ein, zwei oder gar mehr Situationen ein, in denen Sie für sich die Werbetrommel schon einmal gerührt haben? Etwa beim Werben um persönliche Anerkennung in der Familie oder bei den Kollegen und Kolleginnen. Und haben Sie nicht auch um Ihren Partner geworben?

Bewerbungskosten

Bewerbungskosten können Sie als Werbungskosten von der Einkommensteuer absetzen. Dazu zählen Aufwendungen für Stellengesuche, Fotokopien, Briefporto, Telefon und Bewerbungsfotos. Auch Reisekosten, die bei Vorstellungsterminen oder Fahrten zum Arbeitsamt anfallen können, gehören in diese Kategorie.
Das Arbeitsamt erstattet seinen Leistungsempfängern die Bewerbungskosten bis zur Höhe von derzeit 260 Euro im Jahr, wenn diese eindeutig zugeordnet und mit Quittungen belegt werden können. Die Agenturen für Arbeit haben die Möglichkeit, Bewerbungskosten pauschaliert zu erbringen.
Manche Unternehmen bieten auswärtigen Bewerbern die Übernahme der Reisekosten für Vorstellungsgespräche an. Erstattete Bewerbungskosten können Sie natürlich nicht zusätzlich noch von der Steuer absetzen.
Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader

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Bewerbungsunterlagen

  • Inhalt
  • Form

Inhalt
Ihre Bewerbungsmappe setzt sich grundsätzlich aus mehreren Komponenten zusammen. Generell gilt: Je wichtiger die Unterlage, desto weiter vorn heften Sie sie ab. Nach dem oben in der Mappe lose liegenden Anschreiben folgen

  • eventuell ein Deckblatt
  • ein Lebenslauf mit Foto
  • eventuell eine Dritte Seite
  • Zeugnisse (Kopien),
  • gegebenenfalls Zertifikate oder Referenzen
  • Form
    Das Anschreiben muss an erster Stelle liegen und sollte nicht mit abgeheftet werden, da es in der Regel getrennt von den anderen Dokumenten bearbeitet und aufbewahrt wird. Es muss - ebenso wie der Lebenslauf - Originalcharakter tragen, darf also nicht als Serienbrief oder Kopie erkenntlich sein. Verwenden Sie weißes Papier (mind. 80 g) und eine lesefreundliche Typographie. Ihre Zeugnisse fügen Sie jedoch nur in Kopie bei, Beglaubigungen sind nur in seltenen Fällen erforderlich (vor allem im öffentlichen Dienst). Achten Sie in jedem Fall auf Sorgfalt! Versenden Sie nur erstklassige Kopien, und lassen Sie Ihre Schreiben von anderen Personen auf Rechtschreib- und Tippfehler überprüfen.
    Beweisen Sie Ihre Kreativität nicht durch ein extravagantes Layout Ihrer schriftlichen Bewerbung, es sei denn, Sie werden als Werbedesigner oder Multimediaspezialist dazu aufgefordert. Nutzen Sie die Möglichkeiten eines guten Textverarbeitungsprogramms für eine übersichtliche, gut lesbare Darstellung ohne umfangreiche Formatierungen.
    Wählen Sie für Ihre Mappe keine aufdringlichen Farben oder benutzerunfreundliche Ablagesysteme. Ihre Bewerbung sollte einfach zu durchblättern und gegebenenfalls zu vervielfältigen sein. Eine Sammlung von Klarsichthüllen erfüllt diese Kriterien ebensowenig wie eine beidseitige Beschriftung oder Fotokopie Ihrer Papiere.

    Branchenkenntnisse

    Branchenkenntnisse sollten ein wichtiger Bestandteil Ihrer Vorbereitungen auf eine Bewerbung sein. Gehen Sie davon aus, dass man spätestens im Vorstellungsgespräch Ihre Informiertheit testen wird. Branchenkenntnisse ermöglichen Ihnen, Angaben aus Firmenpublikationen richtig einzuschätzen. Der Stellenanbieter möchte von Ihnen hören, dass Sie sich intensiv mit dem Unternehmen und dem Markt beschäftigt haben, in Ihrem Interesse liegt es, Auskünfte über die Perspektiven des Unternehmens zu gewinnen.
    Brancheninformationen finden Sie vor allem in der Literatur, in Wirtschaftszeitungen und in der Tagespresse.
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