Kontaktaufnahme

Sie haben eine interessante Stellenanzeige gefunden oder möchten eine Initiativbewerbung abschicken? Sie haben sich über das betreffende Unternehmen und die ausgeschriebene Position aus den öffentlich zugänglichen Quellen gut informiert? Vielleicht fehlen Ihnen aber noch Informationen, die Sie nur von einer Stelle erhalten können: Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber.
  1. Warum eine vorherige Kontaktaufnahme?
  2. Die Vorbereitung
  3. Das Telefongespräch

Warum eine vorherige Kontaktaufnahme?

Fast immer macht eine vorherige Kontaktaufnahme Sinn. Viel zu wenig Bewerber nutzen diese Möglichkeit, an zusätzliche Informationen für ihr Anschreiben heranzukommen. Mit dem Griff zum Hörer signalisieren Sie zudem Ihr Interesse an der Stelle und können sich so aus der Masse der anonymen Schreiber abheben. Aber Vorsicht: Gehen Sie niemals unvorbereitet in ein solches Gespräch! Schließlich wollen Sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen, um Pluspunkte zu sammeln und nicht Ihre Chancen durch ein unsouveränes Auftreten am Telefon schmälern.

Die Vorbereitung

Für die erste Kontaktaufnahme mit Ihrem künftigen Arbeitgeber sollten Sie möglichst gut vorbereitet sein. Vor allem zeigen Sie sich gut informiert. Sammeln Sie Unternehmensinformationen. Besuchen Sie die Homepage der Firma, schlagen Sie in Handbüchern nach, und studieren Sie Branchenzeitschriften. Fragen nach Ihren beruflichen Zielen oder nach Ihrer Qualifikation für den Job dürfen Sie jetzt nicht mehr in Verlegenheit bringen. Idealerweise haben Sie bereits einen Entwurf Ihrer schriftlichen Bewerbung mit Lebenslauf vor sich liegen. Außerdem sollten Sie einen Notizzettel parat haben, auf dem Ihre Fragen übersichtlich aufgeführt sind (Natürlich sollten Sie auch einen Stift in Reichweite wissen, um die Antworten zu notieren). Beachten Sie bitte, dass Ihre Unterlagen nur als Gedächtnisstütze dienen sollen; die Fragen und Antworten zu Ihren Qualifikationen und zu Ihrem Lebenslauf müssen Sie weitgehend verinnerlicht haben.

Nun suchen Sie sich einen geeigneten Moment für den Anruf aus. Sie sollten nicht gerade abgehetzt, erschöpft oder todmüde sein, wenn Sie über Ihre berufliche Zukunft verhandeln. Am Telefon haben Sie nur Ihre Stimme, um zu überzeugen! Manchen gelingt eine konzentrierte und eindringliche Darstellung besser, wenn sie beim Telefonieren stehen oder herumlaufen. Überlegen Sie, welches die beste Methode für Sie ist.

Das Telefongespräch

Wie wird das Gespräch verlaufen und welche Themen spielen eine Rolle? Zunächst wird es in der Regel um die gleichen Inhalte gehen, die für Ihr Anschreiben und das Vorstellungsgespräch relevant werden. Wenn Sie sich gut präpariert haben, dürften Sie sich sicher genug fühlen, die entsprechenden Antworten schnell und fundiert parat zu haben. Halten Sie keine langen Monologe, sondern sprechen Sie präzise und in jeweils wenigen Sätzen. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Wesentliche, und langweilen Sie Ihren Gesprächspartner nicht mit irgendwelchen Schulungen, die keinen unmittelbaren Bezug zu der angebotenen Tätigkeit haben. Stellen Sie die Fragen zum Job und zur Firma, die Ihnen wichtig erscheinen. Achten Sie bei den Antworten auf eventuelle Schlüsselbegriffe, die Ihnen Aufschlüsse über die Kultur und die Corporate-Identity eines Unternehmens geben könnten. Die geschickte Anwendung dieser Begriffe kann Ihnen im Vorstellungsgespräch helfen.

Wenn Sie alle Antworten haben, die Sie brauchen, und das Gefühl hegen, auch Ihr Gesprächspartner habe keine weiteren Fragen mehr, beenden Sie ruhig das Telefonat aus Eigeninitiative. Sagen Sie, dass Sie gern Ihre Bewerbungsunterlagen zuschicken möchten, und bedanken Sie sich für die gewährte Aufmerksamkeit und die erteilten Auskünfte.

Wenn das Gespräch gut verlaufen ist und Sie die Aufforderung erhalten haben, Ihre Unterlagen einzureichen, sollten Sie nicht lange mit dem Versenden Ihrer Bewerbungsmappe warten.

 
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