Traumjob ade? Jeder fünfte Azubi schmeißt hin

Das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen und wenige Tage später hält man den Ausbildungsvertrag in den Händen – ein Glücksmoment für viele Jugendliche. Denn  einen Ausbildungsplatz für den vermeintlichen Traumberuf zu ergattern ist keine Selbstverständlichkeit. Umso überraschender ist die Tatsache, dass jeder fünfte Auszubildende seine Ausbildung vorzeitig abbricGelangweilt am Schreibtischht.  Das Westfalen-Blatt berichtet, dass einige davon schon am ersten Arbeitstag nicht erscheinen. Aber warum?

Neuer Tagesrhythmus ein Problem?
Beginnt man nach der Schule eine Ausbildung, muss man sich an einen anderen Arbeitsalltag gewöhnen. Die Arbeitszeiten sind mit den Unterrichtszeiten in der Schule nicht zu vergleichen.
Der Wecker klingelt jeden Morgen, man möchte lieber liegenbleiben. Doch Fehlzeiten werden streng gesehen. Mehrmaliges unentschuldigtes Verspäten in der Probezeit kann sogar zur Kündigung führen.

Vielleicht platzt während der Lehrzeit auch die Blase vom Traumjob. Seit Kindheitstagen an möchte man Krankenschwester werden, doch schon in den ersten Monaten der Ausbildung geht einem auf, dass die Arbeitszeiten, die körperliche Belastung oder auch die ständige Konfrontation mit Krankheiten doch nicht die Erfüllung sind.

Umgang mit Konflikten
Über 50% der Abbrecher geben als Grund Konflikte mit den Ausbildern an. Doch wie entstehen diese Konflikte? Wird den Azubis zu viel abverlangt oder sind sie nicht anpassungs- und lernfähig? Konflikte haben eine große Bandbreite. Dass der Vorgesetzte konstruktive Kritik übt, kann für Auszubildende eine neue, ungewohnte Situation sein.  Manche können damit nicht umgehen und schmeißen hin. Hinzu kommen in Einzelfällen  schwerwiegendere Probleme, wie Mobbing und Beleidigungen.

Grundsätzlich sollte bei Problemen und Unzufriedenheit immer erst das Gespräch gesucht werden. Denn auch im späteren Berufsleben können immer wieder Konflikte auftreten. Wer bei jedem Konflikt mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden den Job wechselt, kann den Lebenslauf negativ beeinflussen und die Jobsuche erschweren, denn welcher Arbeitgeber möchte einen neuen Mitarbeiter einstellen, der in den letzten zwei Jahren viermal den Job gewechselt hat?

Haben Sie Ihre Ausbildung oder Ihr Studium auch abgebrochen, weil Sie unzufrieden waren? Was waren die Gründe dafür?

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