Schon 2010 stellte eine Umfrage des Bundesministeriums für Bildung fest: Serien haben einen starken Einfluss auf die spätere Berufswahl junger Menschen – besonders junger Mädchen. Laut der Umfrage wählt jedes vierte Mädchen seinen Berufswunsch nach Fernseh-Vorbildern.
Doch auch bei Erwachsenen können Serien für Klischees über bestimmte Berufsfelder sorgen. Wir stellen Ihnen die Top Fünf der Klischees über Berufsfelder vor – und sagen, welche Serien daran schuld sind.
- Jobs in Informatik und Telekommunikation- IT Crowd
Informatiker können auf wundersame Weise jeden PC durch komplizierte Tastenkombinationen wieder zum Laufen bringen und sind genervt von den Anfragen ihrer inkompetenten Kollegen. Schon fast Kult ist die Begrüßungsformel für jeden Bittsteller, der das Büro der IT-Crowd betritt: „Hallo. Haben Sie es schon mit Aus- und Einschalten versucht?“ - Jobs in Medizin und Pflege – Dr. House
Entspräche diese Serie der Realität, würde die Burn-Out Rate bei Ärzten durch die Decke schießen. Der tablettenabhängige Diagnostiker und sein Team rätseln tagelang schlaflos an einem Fall. Damit nicht genug: Parallel zu den detektivischen Ermittlungen verschlechtert sich der Zustand der Patienten stets dramatisch. Der erlösende Geistesblitz kommt meistens erst kurz vorm Exodus des Patienten. - Jobs in Marketing und Werbung – Mad Men
Ein Glas Whiskey in der einen, die Zigarre in der anderen Hand – das ist die Grundausstattung der Werber bei Mad Men. Die erfüllen das Klischee vom gelackten, selbstgefälligen und arroganten Macho vollkommen. So besteht auch ihre Arbeit hauptsächlich darin, geniale Einfälle für Werbestrategien und Slogans zu haben und diese dann in wilden Diskussionen zu verteidigen. - Wissenschaft und Lehre – Big Bang Theory
Wer an der Uni forscht, muss schräg sein – besonders, wenn es um die Physik geht. Das suggeriert jedenfalls die Serie um vier Physiker, die auch ihre Freizeit mit Flip-Charts und wilden Diskussionen über die physikalischen Gesetze in ihren Lieblings-Comics verbringen. - Jobs in Versicherungen, Finanzdienstleistungen – Stromberg
Strombergs Belegschaft präsentiert Bürokratie at its best: Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden zwischen den Hierarchie-Stufen hin- und hergeschoben. Ständig gehen Akten verloren und jeder Mitarbeiter ist mit seinen privaten Problemen beschäftigt. Über allem thront der inkompetente Chef.
Es gibt wieder etwas zu gewinnen!
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Als Versicherungsvertreter im Außendienst wird man gerne mal als Versager angesehen.
In der Schule nicht aufgepasst, keinen ordentlichen Job bekommen muss man nun Klingeln putzen und Versicherungen verkaufen. Am stärksten habe ich dieses Gefühl bei Ingenieuren – aus dieser Kundengruppe kam auch bisher der einzige Kunde, bei dem ich das Gespräch abgebrochen habe da der Kunde so arrogant und abwertend auftrat.
Seit Jahren muss ich gegen Schwester Stephanie kämpfen. Die Krankenhaus und Pflegedienstkunden vergessen nur zu gerne, dass man auch anders heißen kann als Stephanie. Außerdem lebt man nicht nur von seinem Helferkomplex. Man muß sich manchmal gegen Ärzte durchsetzen, aber trotzdem ist man nicht sofort eine Nikola, die privat auch etwas mit dem Chef anfängt. Nicht jede Pflgedienstleitung schwebt unnahbar durch den Raum und löst jedes Problem wie Tinkerbell.
Auch als Rettungsassistent kann man den gängigen Klischees nur schwer gerecht werden. Nein, wir fahren nicht jeden Einsatz mit Blaulicht und Martinshorn. Wir fahren auch nicht nur zu schweren Verkehrsunfällen und schon gar nicht mit Blaulicht zur Frittenbude. Und entgegen diverser Fernsehserien schaffen wir es auch nicht, innerhalb weniger Millisekunden den Patienten komplett zu versorgen. Das kann auch schon mal etwas länger dauern.
Ich bin IT-Dozentin, dass heißt ich habe ständig mit mehr als einem Klischee zu kämpfen. Die eine Hälfte hält mich für ein Nerd, weil ich mich vorwiegend beruflich mit Informatik beschäftigte und der Großteil der anderen Hälfte hält mich anfangs für inkompetent. Zum Einen, weil ich eine Frau bin und zum anderen, weil ich erst Ende 20 und klein bin und “theoretisch doch gar nicht wissen kann wovon ich da rede”. Es ist zu Beginn jedes mal ein Kampf, grade mit den älteren Herren, die mich eher als kleines Püppchen zu sehen scheinen. Ein typischer Informatiker in erklärender Funktion scheint noch immer ein großer Mann mit grauen Haaren, langem Bart so Mitte bis Ende 50 zu sein, der in seiner eigenen Welt lebt und nichts weiter kennt als nullen und einen.
als angehender Architekt merke ich bereits in meinem Praktikum wie vorurteilsbehaftet mein Berufsleben aussehen wird.
Bisher wurde mein Berufsfeld oft als “zu hoch bezahlt für das bisschen Gemale” abgestempelt und Architekten galten als Mercedesfahrer, die ihr Prestige ausnutzen, um Kaviarpartys in der High Society zu feiern.
Durch die Serie How I Met Your Mother (die zugegebenermaßen auch eine kleine Rolle in meiner Berufswahl spielte) gelten wir Architekten nunmehr als nur sporadisch nach Lust und Laune arbeitende Freigeister, die gerne in der Kneipe mit ihren Freunden sitzen und ab und zu eine zündelnde Idee haben, aus der dann ein kreatives Hochhaus entspringt.
Nun so leicht ist es allerdings dann wieder doch nicht. Auch die kreativsten Berufe können der Bürokratie nicht entkommen und es gibt mehr Verträge und Akten, als es die Leute sich vorstellen können und bevor man eine High-Society Party besucht oder die Skyline einer Großstadt mit einem malerischen Bauwerk schmückt, muss man einen langen, steinigen Weg gehen wie in jedem Beruf, in dem man Erfolg haben will.
Trotzdem können einen genau solche Serien und Klischees dazu verhelfen Ehrgeiz für einen Beruf aufzubauen, da die meisten nicht völlig aus der Luft gegriffen sind und man das Fünkchen Wahrheit, das in jedem Vorurteil steckt mit viel Mühe erreichen kann und will.
Bis dahin werde ich mir aber wohl weiter von meinen Freunden Klischees anhören und Akten sortieren…
In meinem Leben begegnete ich bisher 2 verschiedenen Klischees:
Zunächst einmal scheint es für viele Leute die nicht aus der Internetbranche kommen nur schwer verständlich zu sein, dass Produktmanager eines Internetunternehmens doch tatsächlich “richtige” Arbeit machen. Dieses Klischee begegnet mir daher häufig bei älteren, nicht internet-affinen Menschen die generell nicht verstehen was ich den lieben langen Tag so treibe. Ok, der Programmierer erstellt die Website und das Marketing sorgt für die Vermarktung – doch wo zum Teufel hat da der Produktmanager noch etwas zu suchen scheinen sich diese Leute zu fragen.
Darüber hinaus musste ich bisher auch immer wieder feststellen, dass Fachkenntnisse und Berufserfahrung häufig nur in Verbindung mit dem tatsächlichen Lebensalter akzeptiert und bewertet werden. Will man also auf der Karriereleiter nach oben klettern, so kann man noch so viele Nachweise über berufliche Erfolge, Fachkentnisse und erfolgreiche Arbeitsjahre vorlegen. Am Ende scheint das persönliche Lebensalter dann doch immernoch die Hauptentscheidungsgrundlage dafür zu sein, ob einem ein Job mit Führungsverantwortung zugetraut wird oder nicht. Glücklicherweise trifft dieses Klischee zwar häufig aber doch nicht immer zu
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Ich bin Bauingenieurin im Bereich Hochbau, aber fast alle Leute denen ich nicht ausdrücklich erkläre was ich so mache denken das ich ihre Wohnung gestalten könnte. Mit 3D Model und allen drum-und-dran. Schließlich zeichne ich ja auch Gebäude am Computer!
Dene fliegt entweder das Labor um die Ohren (Geruch kommt im Fernsehen ja nicht an), oder es blubbert das Trockeneis in bunten Flüssigkeiten.
“muss ich den PC nochmal aus- und einschalten?” Stimmt, damit begrüßt man mich ständig. Und, seit Serien wie CSI glaubt jeder, ich kann aus jedem misslungenen Foto mit einer wilden Tastenkombination ein herrliches Portrait zaubern
Vor einigen Jahren habe ich zeitweise an der Haustüre Staubsauger verkauft, besser gesagt, versucht zu verkaufen. Das war ein echter Knochenjob, dadurch habe gelernt einen ordentlichen Respekt vor den Verkäufern an der Haustüre zu bekommen. In diesem Job darf man keine empfindsames Seelchen sein muss aber trotzdem ein “Herz” für seine Kunden haben. Selbst in meiner eigenen Familie habe ich nur Ablehnung für diesen Job hinnehmen müssen. Man kommt sich vor wie das letzte Stück Dreck. Heute sitze ich zum Glück am anderen Ende der Wertschöpfungskette, also im Büro. Durch diese gesammelte Erfahrunng bin heute sehr motiviert um unsere Verkäufer bei ihren Verkaufsgesprächen mit entsprechend wettbewerbsfähigen Unterlagen zu unterstützen.
JA das gute alte Klischee. Besser zutreffend als auch in meinem Bereich als Chemietechniker kann es nicht sein. Alles Giftmischer, Umweltzerstörer und da ja wissenschaftlisch, alle Arbeitnehmer zerstreut.

Wer aber, der nicht aus diesem Bereich kommt, ist sich bewusst das alles was er 24 Stunden am Tag tut mit Chemie zu tun hat.
Begonnen am Morgen mit der Zahnpasta über das Duschgel (wer es denn nutzt), über zum Frühstückstisch zu Geschmacksverstärker verfeinerten Würsten. Hinein natürlich danach in feinste Vollsynthetikklamotten um auf Arbeit gut auszusehen um auf chemisch Hartplastik erstellten Tastaturen zu klimpern die mit einem chemischkupfer- Epoxidharz Platinen bestückten Hochleistungsrechner verknüpft sind. Danach sich dann mit chemisch gereinigtem Zucker und Milch seinen Kaffe aus der mit Citronensäure gereinigten Kaffemaschine ziehen. Abends dann wieder in den Kampf in den Strassenverkehr wo alles ja nur mit Luft und Liebe angetrieben wird um sich dann endgültig mit Geschmacksverstärkern zu sättigen und dann seinen Resttag auf Kunstleder vor dem LiquidCrystal Display zu verbringen… und das Liebe Leute ist nur die Kurzform…..
Ja wir Chemiker sind schon ein fieser Haufen den ja alle meiden wollen und als Umweltverschmutzer nicht sehen wollen
Viel Spaß beim Grübeln….!