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Zeitarbeit boomt

Die Zeitarbeit wird nicht nur von Bewerbern genutzt, die beschäftigungsfreie Phasen überbrücken. Daneben steigt die Zahl der hoch qualifizierten Kandidaten, die aus einer Festanstellung heraus in die Zeitarbeit wechseln, um sich beruflich neu zu orientieren. StepStone sprach über die Perspektive von Zeitarbeit mit Alexander Soellner, German Sales Director bei der GermanPersonell e-search GmbH.

StepStone: Der Zeitarbeitsmarkt wächst stark. Welchen Trend sehen Sie zukünftig und welche Beschäftigungsmodelle gibt es bei Zeitarbeitsunternehmen für Fach- und Führungskräfte?

Soellner: Die Beschäftigungsmodelle entsprechen den klassischen Modellen: Der Mitarbeiter ist bei der Zeitarbeitsfirma fest angestellt und wird wie im Arbeitsvertrag vereinbart entlohnt. 


StepStone: Für welche Berufsfelder ist Zeitarbeit eine besonders geeignete Lösung?

Soellner: Mittlerweile sind nahezu alle Berufsfelder in Verbindung mit Zeitarbeit denkbar. Ausnahmen sind höchstqualifizierte Berufe wie zum Beispiel Ärzte, wobei auch in diesen Berufsbildern der Markt erst noch zeigen wird, wo er sich hin entwickelt.

StepStone: Schlechte Bezahlung, Ausbeutung, Lückenfülller. Die Liste von Vorurteilen ist lang. Berechtigt oder nicht?

Soellner: Klare Antwort: unberechtigt. Zeitarbeit hat sich unter anderem durch klare tarifliche Regelungen stark zum Positiven verändert. Der Erfolg spricht für sich: Über zehn Milliarden Euro Umsatz, 700 000 Beschäftigte sowie eine steigende Zufriedenheit auf Kundenebene. Diese Erfolgsfaktoren zeigen nicht nur die gesellschaftliche Akzeptanz, die sich die Zeitarbeitsbranche mittlerweile erarbeitet hat, sondern sind auch ein Indiz für das Verlangen des Arbeitsmarktes nach flexibleren Lösungen im Personalbereich. Wir sind überzeugt: Zukünftig wird sich dieser Trend fortsetzen.

StepStone: Welche Besonderheiten gibt es, die Kandidaten bei Ihrer Bewerbung bei Zeitarbeitsfirmen beachten sollen?

Soellner: Flexibilität! Die ist häufig Voraussetzung und Chance zugleich. Letztlich bewirbt sich der Kandidat bei dem Personaldienstleister und bei dessen Kundenunternehmen. Zusätzlich sollte der Bewerber im Vorfeld erwägen, für welche - durchaus auch unterschiedlichen - Tätigkeiten er qualifiziert ist. Die sogenannte Integrationsquote von fast 30 Prozent - auch Klebeeffekt genannt - zeigt: Oft wird aus dem Zeitarbeitnehmer ein fest angestellter Mitarbeiter des Kundenunternehmens.

© Stepstone, 2009

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