Die Welt ist ein Dorf und der globale Arbeitsmarkt steht Ihnen offen - deutsche Fachkräfte sind weltweit beliebt und gefragt. Gute Voraussetzungen also für eine Karriere im Ausland. Kein Wunder, dass diese Option unter Arbeitnehmern attraktiver ist denn je. Eine globale Arbeitsmarktstudie von StepStone hat ergeben: Jede zweite deutsche Fach- und Führungskraft ist an einem Job im Ausland interessiert.
Doch bevor Sie Ihre Koffer packen, gilt es, einige Hürden zu meistern. StepStone verrät, welche Angelegenheiten Sie am besten noch von zu Hause aus regeln, bevor Sie das Abenteuer Auslandskarriere beginnen.
Krankenversicherung
Die Gesundheitssysteme unterscheiden sich von Land zu Land teilweise erhelblich - oft übernehmen die Krankenversicherungen weniger Behandlungen als in Deutschland und die Versicherung ist zumeist wesentlich teurer.
Eine Alternative zum Wechsel: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung, ob für Ihren neuen Wohnort ein Versicherungsschutz besteht. So müssen Sie sich nicht ummelden und haben auch bei einer Rückkehr nach Deutschland einen minimalen bürokratischen Aufwand.
Steuern
Informieren Sie sich über die Steuerbestimmungen Ihrer neuen Heimat. Ansonsten riskieren Sie, saftige Rückzahlungen leisten zu müssen.
Kinder
Wenn Sie schulpflichtige Kinder haben, ist eine gute Organisation im Vorfeld das A und O. Die Aufnahme an anderssprachigen Schulen ist oft mit Vorgesprächen und Sprachtests verbunden. Zeit für diese Termine und deren Vorbereitung muss eingeplant werden. Tipps und Ansprechpartner finden Sie bei der Zentralstelle für Auslandsschulwesen.
Bei Kleinkindern sollten Sie sich unbedingt rechtzeitig nach Betreuungsoptionen umsehen. Genau wie in Deutschland haben viele Kindergärten Anmeldefristen und teilweise monatelange Wartelisten. Die meisten Plätze werden um den Schulstart frei, wenn der älteste Jahrgang den Kindergarten verlässt.
Landessprache
Englisch ist die Lingua Franca, besonders was das Berufsleben angeht. Dennoch können Sie sich nicht allein darauf verlassen - schließlich wollen Sie auch soziale Kontakte unter Ihren Kollegen aufbauen und müssen im Zweifelsfall mit Geschäftspartnern kommunizieren können, deren Englisch nicht flüssig ist. Es macht Sie sofort sympathischer, wenn Sie zumindest Grundkenntnisse der Landessprache beherrschen, denn damit signalisieren Sie die Bereitschaft, auf Ihre neuen Kollegen zugehen zu wollen - auch wenn Sie möglicherweise bei der Kommunikation auf beruflicher Ebene ausschließlich aufs Englische zurückgreifen können.
Aus diesen Gründen ist es praktisch, wenn Sie die Landessprache bereits beherrschen.
Sowohl Universitäten als auch Volkshochschulen bieten Crash-Kurse für vergleichsweise kleines Geld an - meist in den Schul- und Semesterferien. Teurer, aber komfortabler sind maßgeschneiderte Kurse an privaten Sprachinstituten.
© StepStone, 2012