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Vorsätze umsetzen - im Job vorankommen

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Geht es Ihnen auch so? Sie schieben Aufgaben vor sich her, bis es gar nicht mehr geht. Wenn der Chef oder ein externer Partner nicht ungeduldig auf das Ergebnis Ihrer Arbeit warten, bleiben Projekte einfach liegen. Und wenn dann plötzlich nach dem Stand der Dinge gefragt wird, kommen Sie ins Schwitzen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren inneren Schweinehund überlisten können.

Dieser Schweinehund ist ein echter Bastard, sabotiert uns, wo er nur kann. "Meistens taucht er dann auf, wenn wir eine Veränderung unserer Gewohnheiten vornehmen oder ein immer wieder aufgeschobenes Projekt endlich in Angriff nehmen wollen", erklärt der Motivationstrainer Marco von Münchhausen, der dieses gemeine Biest mit seinen Ratgeberbüchern populär gemacht hat. Besonders tückisch ist das mit Vorsätzen. Wie oft haben Sie schon gedacht: "Ich müsste mal wieder was für meine Gesundheit tun. Auf die Ernährung achten, Sport treiben"? "Leider bleibt es oft bei den guten Vorsätzen. Die Umsetzung im Alltag muss hinter anderen Aufgaben zurückstehen", sagt die Ökotrophologin Anne Tirre. Im Rahmen der Initiative "Job-Fitness" leitet sie das Seminar "Endlich motiviert! So überwinden Sie den ,inneren Schweinehund'".

Den Schweinehund besiegen

Welche Strategie ist die beste, um gute Vorsätze nachhaltig in die Tat umzusetzen und unseren Lebensstil dauerhaft zu verbessern? Antworten darauf gibt die Psychologin Gabriele Oettingen. Sie ist Professorin an den Universitäten Hamburg und New York und hat in 15-jähriger Forschungsarbeit die Methode "MCII - Mental Contrasting and Implementation Intentions" entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Verbindung von zwei Ansätzen der Motivationsforschung. In der Fachsprache ist das die Kombination von Mentalem Kontrastieren (Mental Contrasting) und der Entwicklung von Durchführungsstrategien (sogenannte Implementation Intentions). Und die beginnt dort, wo viele Konzepte, die nach dem Muster des positiven Denkens funktionieren, aufhören.

Konkrete Pläne und Lösungen erarbeiten

"Es reicht nicht aus, sich allein die positiven Folgen einer Lebensveränderung auszumalen", sagt die Psychologin. Wer sich realistische Ziele setze und Stolperfallen und Hindernisse nicht nur einplane, sondern sich bereits im Vorfeld konkrete Pläne und Lösungen erarbeite, realisiere seine Wünsche deutlich erfolgreicher. Dabei sei es egal, ob es um Bewegung oder Ernährung gehe, betont Oettingen.

Anne Tirre bietet diese MCII-Methode nun erstmals in einem Seminar an. Und so soll es funktionieren: Sie setzen sich selbst ein konkretes Ziel für Ihre sportlichen Aktivitäten und/oder Ihre Ernährung. Dann stellen Sie sich mögliche Hindernisse, die das Erreichen Ihres Ziels vereiteln können, konkret vor und benennen diese.
Um Ihr Vorhaben dann auch wirklich umzusetzen, müssen Sie unter Anleitung der Trainerin bereits im Vorfeld Strategien entwickeln, wie Sie diese Hindernisse überwinden wollen, wie Sie kritischen Situationen vorbeugen und wie Sie im vollen Bewusstsein der möglichen Schwierigkeiten doch noch zum Ziel kommen. So zeigen Sie Ihrem inneren Schweinehund erfolgreich die Rote Karte.

Mark Hübner-Weinhold
© Hamburger Abendblatt
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