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„Hallo Chef, wie geht’s?“ – Der kleine Smalltalk-Knigge

Smalltalk

Dienstagmorgen, 10 Uhr im Büro: Sie betreten den Aufzug für den Weg in die sechste Etage. Kurz bevor die Türen schließen, steigt der neue Chef in die Kabine. Und jetzt? Ein Gespräch beginnen? Oder doch lieber an die Decke starren und verlegen schweigen, bis Sie endlich die Zieletage erreichen? Schließlich ist Smalltalk nicht Ihr Ding und irgendwie doch auch albern - oder?!

Ganz im Gegenteil: Smalltalk spielt eine große Rolle in beruflichen Netzwerken und ist die Königsdisziplin im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern. Egal ob im Kundengespräch, auf Empfängen, Kongressen oder auf dem Weg zur Kantine - die Kunst der leichten Konversation ist heutzutage unerlässlich. Durch fachfremde Unterhaltungen lassen sich Gespräche auflockern, Sympathien aufbauen und Gemeinsamkeiten mit den Kollegen finden. Und vor allem kann die persönliche Note dazu führen, dass Kunden sich für Ihr Angebot entscheiden und Ihr Vorgesetzter Ihre Arbeit besser beurteilt. Überlegen Sie also lieber zweimal, ob Sie sich diese Chance entgehen lassen wollen!


Fünf Smalltalk No-Go's

  1. Heikle Themen ansprechen
    Vermeiden Sie politische oder sehr private Themen wie zum Beispiel Krankheiten, Ehe oder das Verhältnis zu den Kindern - damit könnten Sie die Gefühle Ihres Gegenübers verletzen. Sprechen Sie von sich aus auch nicht über Religion, Gehalt oder Ihre persönliche Meinung über den arbeitsscheuen Kollegen aus der Buchhaltung. Wählen Sie lieber leichte und alltägliche Themen, beispielsweise das Wetter. Zum Einstieg ebenfalls okay: ein dezentes Kompliment über die Kleidung Ihres Gesprächspartners.

  2. Geschlossene Fragen stellen
    Ihr Gesprächspartner wird einsilbig mit "Ja" oder "Nein" antworten und so jede Gesprächsentwicklung im Keim ersticken. Formulieren Sie stattdessen offene "W-Fragen", zum Beispiel "Warum …?" oder "Wie finden Sie …?". Das gibt Ihnen die Chance, den Ausführungen Ihres Gegenübers weitere Fragen anzuschließen und tiefer in das Thema einzusteigen. Versuchen Sie so, mehr über Ihren Gesprächspartner zu erfahren. Perfekt: Wenn Sie sich beim nächsten Wiedersehen auf die Inhalte des letzten Gesprächs beziehen können.

  3. Nicht zuhören
    Wenn Sie das Gespräch nicht aktiv und ohne Interesse verfolgen, laufen Sie Gefahr, dass Ihnen die Gesprächsthemen ausgehen oder Sie affektiert und aufgesetzt wirken. Hören Sie also gut zu und lassen Sie Ihr Gegenüber dies auch erkennen: durch Zwischenfragen, gelegentliche Zusprüche wie "Ja" oder "Mhm" oder Kopfnicken zeigen Sie echtes Interesse an der Unterhaltung. Außerdem können Sie dadurch immer wieder auf das Gesagte eingehen und neue Fragen daraus ableiten.

  4. In ein Selbstgespräch verfallen
    Achten Sie darauf, nicht in einen Monolog abzudriften und nur von Ihrem Lieblingsthema zu erzählen. Besser: Ein allgemeines Thema, bei dem Sie beide gleichermaßen mitreden können und die Gesprächsanteile gleich verteilt sind. Vermeiden Sie grundsätzlich eine übertriebene Selbstdarstellung und bleiben Sie authentisch und natürlich.

  5. Mit der Tür ins Haus fallen
    In vielen Situationen bildet der Smalltalk den Auftakt zu einem Termin, bei dem das Geschäftliche im Mittelpunkt steht. Die Überleitung zum Business sollte aber auf keinen Fall zu abrupt, nach dem Motto "So, und jetzt mal zum Geschäft!", erfolgen. Besser ist ein sanfter Übergang vom Smalltalk zum Big Talk, zum Beispiel "Das ist wirklich ein spannendes Thema, ich würde mich gern noch länger mit Ihnen darüber unterhalten. Aber Ihre Zeit ist sicher begrenzt - sollen wir uns jetzt mal dem Geschäftlichen widmen?"

© StepStone

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