Welche Charakterzüge hat der Bewerber? Was ist er für ein Mensch? So lauten die Fragen, die hinter den Persönlichkeitstests stehen und von Unternehmen im Bewerbungsverfahren gerne eingesetzt werden.
Wie der Name schon sagt, dienen die Tests dazu, das Persönlichkeitsbild eines Kandidaten für die Entscheider transparent zu machen. Den Arbeitgeber interessiert in diesem Zusammenhang insbesondere die emotionale Stabilität (z. B. Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein, Gelassenheit oder Aggressivität), die soziale Intelligenz (z. B. Kontaktfähigkeit, Durchsetzungsvermögen oder Anpassungsfähigkeit) und das Leistungsverhalten (z. B. Pflichtbewusstsein, Ehrgeiz, Wille zum Erfolg oder Arbeitseinstellung) der Kandidaten.Verstärkt setzen Unternehmen bei Einstellungstestverfahren Übungen ein, die im verhaltensbezogenen Bereich angesiedelt sind. Das sind:
Bei den Einstellungstests geht es um die so genannten Soft Skills wie Kommunikations- und Teamfähigkeit. Arbeitgeber möchten wissen, wie Sie sich im Umgang mit anderen Menschen verhalten. Diese Fähigkeiten gewinnen zunehmend an Bedeutung, da die meisten Tätigkeiten im Team erfolgen oder einen direkten Kundenkontakt mit sich bringen. Die Aufgaben hier ähneln jenen aus dem Assessment Center.
Lesen Sie dazu unsere Serie "Assessment Center meistern".
| Checkliste: Vorbereitung auf die Gruppendiskussion |
| Ich weiß, dass es positiv gesehen wird, wenn ich in der Gruppendiskussion den ersten Beitrag liefere und damit das Eis breche. |
| Ich spreche die anderen Teilnehmer in der Diskussion mit Namen an. |
| Ich fasse Zwischenergebnisse in gewissen Zeitabständen zusammen. |
| Ich achte darauf, dass wir in der Diskussion nicht vom Thema abweichen. Sollte das der Fall sein, versuche ich, wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen. |
| Ich bleibe stets sachlich und greife andere Teilnehmer nicht persönlich an. |
| Ich versuche, auf die Argumente anderer einzugehen und sie in meinem eigenen Statement aufzugreifen. |
| Ich halte keine endlosen Monologe und beziehe Diskussionsteilnehmer, die besonders zurückhaltend sind, in die Diskussion mit ein. |
| Ich lasse andere Teilnehmer aussprechen und falle ihnen nicht ins Wort. |
| Checkliste: Vorbereitung auf Vorträge und Präsentationen |
| Ich stelle mich zunächst den Zuhörern vor. |
| Ich halte Blickkontakt mit den Zuhörern. |
| Ich spreche klar und deutlich. |
| Ich stehe ruhig auf beiden Beinen und habe die Hände nicht in den Hosentaschen. |
| Ich lese meinen Text nicht ab, sondern benutze kleine Karten, auf denen ich Stichwörter notiert habe, die mir als roter Faden dienen. |
| Ich halte die zur Verfügung stehende Zeit ein. |
| Ich setze Medien wie z. B. Flipchart oder Tafel zur Veranschaulichung meiner Präsentation ein. |
| Ich bedanke mich am Schluss für die Aufmerksamkeit und frage, ob seitens der Zuhörer noch Fragen bestehen. |
Hier empfiehlt es sich, knappe und an einer positiven Grundhaltung orientierte Ergänzungen aufzuschreiben. Das könnte z.B. so aussehen:
Tipp: Machen Sie sich bewusst, was wichtig und erwünscht ist.
Versuchen Sie sich anhand des Anforderungsprofils der angestrebten Position klar zu machen, welche Charaktereigenschaften seitens des Arbeitgebers besonders wichtig und erwünscht sind. Diese geben Ihnen eine wichtige Orientierungsleitschnur für Antworten, die eine positive Beurteilung finden werden. Machen Sie sich außerdem die Aspekte in der Checkliste bewusst.
| Checkliste: Vorbereitung auf den Satzergänzungstest |
| Ich bin mir über die Zielsetzung von Persönlichkeitstests im Klaren. |
| Mir ist bewusst, dass insbesondere emotionale Stabilität, soziale Intelligenz und das Leistungsverhalten im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. |
| Ich versuche, insgesamt eine positive Lebenseinstellung zu vermitteln. |
| Ich vermeide bei Satzergänzungstests Extremantworten und bevorzuge sozial unverfängliche und möglichst konfliktfreie Alternativen. |
| Ich halte mir das Anforderungsprofil der angestrebten Position vor Augen. |
| Ich versuche, mir selbst über meine persönlichen Stärken und Schwächen klar zu werden. |
| Ich versuche, ruhig und gelassen an den Test zu gehen. |