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Gehaltsunterschiede 2010

Gehaltsunterschiede

Die Gehälter in Deutschland variieren je nach Region und Geschlecht zum Teil erheblich. Wir haben die Brutto-Verdienste ausgewählter Berufe und Regionen miteinander verglichen.

Im regionalen Vergleich positioniert sich der Süden in der Regel besser als der Norden, der Westen besser als der Osten. Platz 1 auf der Gehaltsskala belegt Frankfurt am Main. Die Gehälter liegen hier 25,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es folgen München (+15,5%), Düsseldorf (+11,7%) und Stuttgart (+11,4%). Ebenfalls überdurchschnittlich gut verdient wird in Köln (+7%), Hamburg (+6,9%), Nürnberg (+5,4%) und Hannover (+2,9%). In der Hauptstadt fallen die Gehälter im Gegensatz dazu um 3,8 Prozent geringer aus, als im bundesdeutschen Durchschnitt. Der Lohnunterschied in Dresden beispielsweise ist mit -14,3 Prozent noch größer.

Männer beziehen höhere Gehälter

Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern beträgt im bundesdeutschen Vergleich beinahe ein Viertel. Aber: "Die überall diskutierte Lohnlücke von 23 Prozent bezieht sich auf die Differenz der Vergütung aller Frauen in Bezug zu allen Männern", so Tim Böger, Geschäftsführer von PersonalMarkt. "Vergleicht man gleichwertige Stellen im akademischen Bereich, so wie PersonalMarkt es im Rahmen des Logib-D-Projektes als Partner des Bundesfamilienministeriums untersucht, schrumpft die Lohnlücke auf durchschnittlich 10 Prozent." Im Bereich der Fach- und Führungskräfte ist somit in vielen Berufen eine Annäherung zwischen der Vergütung von Frauen und Männern zu beobachten. Böger stellt dennoch fest, dass Frauen mit gleichwertiger Ausbildung im direkten Vergleich mit männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen geringer entlohnt werden. 

Mit einem Unterschied von 2,7% eher gering ist die "Lohnlücke" zwischen der Grafikdesignerin und ihrem männlichen Pendant. Der Diplom-Chemiker verdient 11,3 Prozent mehr als seine Kollegin, die Diplom-Chemikerin. Dagegen sind die Unterschiede in anderen Bereichen weitaus höher: Während die Fachärztin auf ein Gehalt von durchschnittlich 58.900 Euro im Jahr kommt, verdient ihr männlicher Kollege mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 75.400 Euro ganze 21,8 Prozent mehr. Ähnlich groß sind die Unterschiede bei der Bankkauffrau (-20,8%) und der Architektin (-18,3%). 

Quelle der statistischen Daten: Personalmarkt

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