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Variables Gehalt: Das müssen Sie beachten

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Variable Gehaltsbestandteile liegen im Trend: So stagnieren europaweit die festen Löhne, während flexible Anteile steigen. Wer die Vorteile ausschöpfen möchte, der sollte einige Punkte in der Gehaltsverhandlung beachten.

Für Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte ist es schon lange Realität: Persönliche Erfolge und Bilanzzahlen des Unternehmens bestimmen einen Teil des Gehaltes: Stimmt die Leistung, der Gewinn oder die Zahl der Abschlüsse, dann winkt ein attraktiver Bonus - mitunter macht er am Jahresende 30 - 50% des gesamten Gehaltes aus. Diese Form der leistungsorientierten Bezahlung führen immer mehr Unternehmen auch für andere Tätigkeitsbereiche ein. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch die Stagnation oder sogar Kürzung der Fixgehälter können kurzfristig Gelder eingespart werden. Finanzielle Anreize sollen die Motivation fördern, denn Leistung zahlt sich buchstäblich aus. Die Firmenleitung erhofft sich durch verstärkten internen Wettbewerb mehr Effizienz und Führungskräften wird es erleichtert, Leistungsträger im Team zu identifizieren.

Viele bevorzugen Festgehälter

Doch viele Arbeitnehmer betrachten diese Gehaltsentwicklung skeptisch. So ergab eine Umfrage des Personaldienstleisters Randstadt, dass nur rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer mit einem variablen Gehaltsbestandteil zufrieden wäre. 49% der Befragten bevorzugen die Sicherheit eines Festgehalts, auch wenn sie am Jahresende ggf. weniger in der Lohntüte hätten, als mit guter Provision. Die Angst einen Teil des Fixgehaltes zunächst einbüssen zu müssen, ist groß. Die andere Hälfte zeigt sich flexibel und hat den Trend zur leistungsorientieren Bezahlung erkannt. Die Zeiten in denen Betriebszugehörigkeit, Familienstand oder Alter über die Höhe der Bezüge bestimmten sind endgültig passé. Viele gehen davon aus, dass sie dadurch letztlich mehr verdienen als bisher. So sind laut einer StepStone-Umfrage mehr als zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer davon überzeugt mehr zu leisten als ihr Gehalt zeigt. Dieser Missklang könnte durch variable Gehaltsbestandteile aufgefangen werden.

Realistische Ziele sind ein Muss

Skepsis herrscht allerdings bei der Beurteilung der Leistung, so glauben fast 40% der Arbeitnehmer, dass eine objektive und ehrliche Bewertung der erbrachten Leistung nicht möglich ist. Und hier liegt tatsächlich der größte Knackpunkt in der Vereinbarung variabler Gehaltsbestandteile. In vielen Bereichen ist die Definition und Bewertung des Erfolgs schwer nachvollziehbar. Doch letztlich kann ein leistungsbezogenes Vergütungssystem nur funktionieren, wenn es für den Mitarbeiter klare und realistische Ziele vorgibt. Deshalb sollten Sie folgende Punkte beachten, wenn Ihr Arbeitgeber

Ihnen eine neue Gehaltsstruktur vorschlägt:

  • Seien Sie offen, gegenüber variablen Gehaltsbestandteilen. Eine leistungsbezogene Vergütung erhöht die Motivation und führt zu beruflichen Erfolgserlebnissen.
  • Nehmen Sie sich Zeit für ein ausführliches Zielgespräch. Seien Sie nicht passiv in der Festlegung Ihrer Ziele, sondern machen Sie eigene Vorschläge für Projekte und Aufgaben, die für Ihre Zielerreichung relevant sein werden.
  • Klären Sie mit Ihrem Vorgesetzten, wie leistungsorientierte Ziele bewertet werden, die innerhalb eines Teams zu erbringen sind. Haben Sie das Gefühl, Sie können auf einige Ziele keinen oder nur wenig Einfluss nehmen, dann teilen Sie diese Bedenken mit und versuchen Sie gemeinsam eine Lösung zu finden, die Sie zufrieden stellt. Schließlich möchte Ihr Vorgesetzter Sie motivieren und nicht mit der Einstellung gehen lassen "an meinem Bonus kann ich eh nichts ändern".
  • Variable Vergütung kann mehr sein als ein finanzieller Bonus. Nehmen Sie auch andere Aspekte in die Gehaltsverhandlung mit, die Ihnen wichtig sind. So können Sie variable Bestandteile aushandeln, die sich letztlich ebenso bezahlt machen, z.B. mehr Urlaubstage, ein Dienstwagen, Fahrtkostenzuschüsse, Bildungsurlaub, Vermögenswirksame Leistungen, Übernahme der Kinderbetreuungskosten usw.


© StepStone, 2009

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