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In welcher Region wird am besten verdient?

Gehalt, Deutschland Nicht an jedem Ort in Deutschland verdienen Arbeitnehmer das gleiche Geld für die gleiche Arbeit. Zusammen mit unserem Partner PersonalMarkt haben wir uns die Verdienstmöglichkeiten einmal genauer angeschaut und nehmen die größten Städte unter die Lupe: Gibt es noch immer ein Nord-Süd-Gefälle? Ist der Osten ärmer als der Westen?

Betrachtet man die Gehaltsentwicklung der vergangenen 4 Jahre, dann fällt zunächst auf, dass die Unterschiede zwischen den Regionen in Deutschland insgesamt geringer geworden sind. Der Grund dafür ist vor allem im Aufholen der neuen Bundesländer zu sehen. Im oberen Bereich haben sich die Gehaltsunterschiede nicht grundlegend geändert, wenn auch natürlich für die einzelne Region Verbesserungen möglich waren oder Verschlechterungen auftraten. Doch insgesamt holt der Osten auf. Dies liegt natürlich zum einen an der langsamen Angleichung der tariflichen Löhne und Gehälter, hat aber auch seine Ursache in dem sehr großen Gehaltsabstand nach dem Beitritt der neuen Länder, der jetzt auch im außertariflichen Bereich nach und nach geschlossen wird. Ohnehin ist die Tarifbindung im Osten um ca. 10% geringer als im Westen. Es ist aber festzustellen, dass auch im Osten die Angleichung nicht gleichmäßig erfolgt, sondern sich auch hier das aus dem Westen bekannte Süd-Nord-Muster bemerkbar macht. Die alten industriellen Kerne im Süden der neuen Länder und die höhere Bevölkerungsdichte dort sorgen anscheinend für ein insgesamt dynamischere Wirtschaft.

 

Am meisten verdient man in Frankfurt und München

Im Vergleich der deutschen Metropolen hat sich in jüngster Vergangenheit wenig verändert: Das traditionelle Nord-Süd-Gefälle existiert nach wie vor. Die größten Lohntüten verzeichnen Frankfurt/Main und München. So liegt das Gehalt in der Top-Metropole Frankfurt um fast 1/5 höher als im Bundesdurchschnitt, München liegt dicht dahinter auf Platz 2. Düsseldorf hat sich auf den 4. Platz hochgearbeitet und somit leicht gewonnen, während der Norden etwas verloren hat. Hamburg und Hannover schaffen es offensichtlich nicht, dem Nord-Süd-Gefälle, dass sich eher noch verstärkt hat, zu entkommen. Obwohl die Verdienste in Hamburg leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen, findet sich die Stadt erst auf dem 17. Platz wieder, Hannover gar erst auf dem 30. Platz mit 101%.

Die Hauptstadt braucht noch etwas Zeit

Platz 50 und somit unterhalb des Bundesschnitts wird von Berlin belegt. Bei dem moderaten Zuwachs Berlins muss man die Größe Berlins bedenken. Auch wenn Berlin als Hauptstadt nach und nach Zentrale aller wesentlichen Regierungs- und Verwaltungsfunktionen wird, so steht all diesen neu in die Stadt gekommenen Arbeitsplätzen doch immerhin die schiere Größe der Stadt mit 3 Mio. Einwohnern gegenüber. Berlin wird also noch eine Weile Geduld haben müssen, bevor die hochqualifizierten Arbeitsplätze der Verwaltungen so viele weitere gut bezahlte Arbeitsplätze nach sich gezogen haben, dass das Gehaltsniveau auf Stand der anderen deutschen Metropolen ist.

Der dennoch zu verzeichnende Zuwachs des relativen Gehaltsniveaus in Berlin ist vermutlich auf zwei Effekte zurückzuführen: Der Ostteil holt genau so auf, wie die neuen Bundesländer insgesamt und ganz langsam macht sich wohl auch der Einfluss Berlins als Regierungszentrale bemerkbar. Das absolute Niveau liegt allerdings noch weit hinter dem Bundesschnitt zurück. So liegt auch der Zuwachs Berlins weit hinter der positiven Entwicklung Leipzigs und Dresdens zurück, die sich beide etwa um 10% seit 2002 verbessern konnten. Die Gründe liegen mit der dort erfolgreichen Gewinnung attraktiver Arbeitgeber für die Region auf der Hand.

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© StepStone, 2007

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