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Vorstellungs- und Begrüßungsknigge

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Beim Vorstellungsgespräch, dem Einstieg in ein neues Unternehmen oder im alltäglichen Geschäftsleben lauern wir immer wieder kleinere Fettnäpfchen in Sachen Begrüßung. Wer wird zuerst begrüßt? Wer stellt sich in welcher Situation wem vor? StepStone gibt Ihnen einen Leitfaden, der Sie durch den Dschungel der Verhaltensregeln führt.

Begrüßung

Im Geschäftsleben begrüßt man sich generell der Hierarchie folgend. Das bedeutet, dass Mitarbeiter den Ranghöheren oder den Chef zuerst grüßen. Dabei stehen Herren auf, Damen bleibt es freigestellt, sich zu erheben oder sitzen zu bleiben. Ein freundliches Lächeln ist dabei nicht allein ein Gebot der Höflichkeit, sondern eine Selbstverständlichkeit und erleichtert gleichzeitig den Gesprächseinstieg.

Allgemein gilt, dass jüngere Mitarbeiter die älteren Kollegen zuerst grüßen, Männer begrüßen Frauen und einzelne Personen, die auf eine Gruppe zukommen grüßen die Mitglieder dieser Gruppe zuerst. Das gilt auch allgemein bei Ankommenden, die bereits Anwesende grüßen.

Im Zweifelsfall grüßt immer derjenige zuerst, der den Anderen früher wahrnimmt. Je nach Aufstellung und Gepflogenheiten in einem Unternehmen kann es vorkommen, dass diese Regeln in etwas weniger strenger Form angewendet werden.

Vorstellung

Der Rangniedrigere wird im Geschäftsleben dem Ranghöheren vorgestellt. Stellen Sie sich selbst vor, beispielsweise bei einem Treffen zu zweit - grüßen Sie mit "Guten Tag, mein Name ist ...".

Dabei sollten Sie darauf achten, dass es unüblich ist sich allein mit seinem Nachnamen und dem Zusatz "Herr" oder "Frau" vorzustellen.

Beispiel: "Hallo, mein Name ist Herr Meier."

Besser: "Guten Tag, mein Name ist Erich Meier."

Genauso sollte bei der eigenen Vorstellung zunächst auf Titel verzichtet werden. Diese sind für den Gesprächspartner aus der zu überreichenden Visitenkarte ersichtlich. Understatement ist in diesem Fall ein wichtiges Stichwort. Die Visitenkarte, die Sie überreichen, darf in keinem Fall beschädigt, geknickt oder mit Eselsohren versehen sein - der Eindruck, den Sie damit auf Ihren Gegenüber machen wird in jedem Fall negativ sein. Nehmen Sie selbst eine Visitenkarte entgegen, so ist es wichtig, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Die Visitenkarte einfach einstecken - ein klassischer Fauxpax!

Händeschütteln

Das Händeschütteln ist ein Teil der Begrüßung oder Vorstellung und sollte von Ihnen vorsichtig angegangen werden. Nicht jeder Gesprächspartner ist begeistert, wenn Sie Ihm mit vollem Elan Ihre Hand entgegenstrecken. Bestenfalls ergreift er sie dennoch, schlimmstenfalls entsteht eine peinliche Situation für Sie, wenn Sie Ihre Hand längere Zeit in der Luft hängen lassen. Diese Situation können Sie vermeiden, indem Sie beobachten und darauf warten, dass der Ranghöhere des Gesprächs Ihnen die Hand reicht.

Generell wichtig: Beim Händeschütteln Blickkontakt suchen. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihr Gegenüber anstarren sollen. Ein ausweichender Blick ist jedoch sowohl unhöflich als auch ein Zeichen von Unsicherheit. Der Händedruck soll kurz und kräftig sein. Wichtig: Sie sollen weder Ihre Stärke demonstrieren, indem Sie dem Anderen die Hand quetschen, noch möchte Ihr Gegenüber einen schlaffen Händedruck. Finden Sie ein gesundes Mittelmaß!

Wenn Sie zu feuchten Händen neigen: Wischen Sie sie unauffällig ab oder noch besser: Waschen Sie sie direkt vor dem Gespräch.

Die zweite Hand gehört beim Händeschütteln definitiv nicht in die Hosentasche - das ist unhöflich dem Gesprächspartner gegenüber. Auch gibt man sich nicht über einen Tisch hinweg die Hand, wenn eine andere Alternative möglich ist. Das schafft Distanz und ist zudem unbequem für beide Partner.

Denken Sie daran, dass Sie bei jeder Vorstellung, Begrüßung oder jedem Gespräch nicht nur sich selbst sondern auch Ihr Unternehmen vertreten. Achten Sie also auf korrekte Umgangsformen.

Die wichtigsten Tipps im Überblick

  1. Achten Sie bei der Begrüßung die Hierarchien.
  2. Demonstrieren Sie Selbstbewusstsein durch einen festen Händedruck und Blickkontakt bei der Begrüßung.
  3. Schenken Sie der Visitenkarte Ihres Gegenübers Beachtung.

© StepStone, 2010
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