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Verräterische Spuren im Internet als Karriere-Killer

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Ausgegoogelt und abgelehnt: Personalchefs und HR-Berater nutzen das Netz der Netze immer häufiger für Online Kandidaten-Checks. Wehe dem, der dabei negativ auffällt.

Deine Spuren im Netz: So manche hoffnungsvolle Bewerbung scheitert heutzutage nicht an den Schwächen des Kandidaten - sondern an kompromittierenden Informationen aus dem Internet. Virtuelle Altlasten wie launige Forenbeiträge, die man längst vergessen hatte, wilde Partyfotos aus der eigenen Sturm- und Drangzeit, Auskünfte, die den sorgfältig komponierten Lebenslauf Lügen strafen: Das World Wide Web hat ein langes Gedächtnis - eine Eigenschaft, die sich immer mehr HR-Berater und Personalchefs zu Nutze machen.

Laut einer Umfrage des Bundes Deutscher Unternehmensberater recherchieren bereits 28 Prozent der HR-Consultants im Internet, um Bewerber abzuklopfen. Ein paar einfache Mausklicks genügen, und schon kramen Suchmaschinen wie Google Informationen zur Person selbst aus den entferntesten Winkeln des weltweiten Netzes. So werden Lebenslauf, Vergangenheit, Meinungsäußerungen und Freizeitaktivitäten des Kandidaten überprüft. B-Profil nennen Personalprofis das Bild, das sich daraus ergibt. Und wenn dieses vom A-Profil, den offiziellen Bewerbungsunterlagen, abweicht, wird es eng für den Kandidaten. Oft bekommen die Betroffenen gar keine Chance mehr, ihre Vorzüge in einem Vorstellungsgespräch zu präsentieren. So gaben die befragten Personaler an, rund 34 % der Bewerber aufgrund der Internetrecherche aus dem Bewerbungsprozess genommen zu haben. Und wer dennoch eine Einladung erhält, sitzt möglicherweise auf dem heißen Stuhl und wird mit peinlichen Fragen konfrontiert, auf die er sich nicht vorbereitet hat.

Am besten keine Spuren hinterlassen

Das muss nicht sein - es ist relativ einfach, sich vor Googeleien der Personaler zu schützen. Dabei gilt: Am besten keine Spuren hinterlassen. Um sicherzugehen, dass sie online eine weiße Weste haben, sollten Kandidaten regelmäßig nach dem eigenen Namen googeln. So vermeiden sie, von fiesen Fragen überrascht zu werden. Mit schlagfertig wirkenden, sympathischen Antworten können Bewerber einen etwaigen Negativeindruck durchaus relativieren.

Bei schwerwiegenderen Altlasten ist es ratsam, die Einträge von den Betreibern der betroffenen Website löschen zu lassen. Doch die Betreiber sind dazu nicht grundsätzlich verpflichtet! Nur bei klaren Rechtsverstößen werden Seitenbetreiber von Google & Co. aktiv und löschen die Einträge. Bleiben also dennoch unerfreuliche Spuren im Netz, sollten diese durch gezielte Positiv-Beiträge im Google-Page-Rank nach hinten gedrängt werden: Ein gut verlinkter Blog wirkt dabei Wunder - und ist eine exzellente Möglichkeit, Kompetenz zu demonstrieren.

Checkliste um keine unerfreulichen Spuren im Internet zu hinterlassen:


  • Benutzen Sie für den Eintrag in Foren und Chats weder Ihren Namen noch Ihre offizielle E-Mail-Adresse oder andere Informationen, die aus Ihrer Bewerbung ersichtlich sind, also dem Personaler vorliegen.
  • Weisen Sie Freunde und Bekannte darauf hin, dass Sie keine Einträge auf deren privaten Webseiten wünschen (wie peinliche Bilder der letzten Pool-Party).
  • Hinterfragen Sie jeden Eintrag, den Sie in Blogs, Foren, Kontaktnetzwerken u.ä. hinterlassen. Machen Sie auf diesen Plattformen keine "politisch unkorrekten" Äußerungen.
  • Überprüfen Sie das Internet regelmäßig auf Einträge zu Ihrer Person, denn auch Dritte können Sie verunglimpfen indem sie (wahre oder unwahre) Behauptungen publizieren.
  • Wenn Sie negative Einträge im Web finden, versuchen Sie diese durch gezielte positive Einträge zu verdrängen.

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© StepStone, 2009

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