Die telefonische Kontaktaufnahme wird von vielen Bewerbern unterschätzt. Lesen Sie, wie Sie sie als wichtiges Bewerbungsinstrument nutzen.
Aus dem ersten Kontakt per Telefon ergibt sich ein erster möglicher Wettbewerbsvorteil. Denn nur etwa zehn Prozent der Bewerber nutzen die telefonische Kontaktaufnahme als Möglichkeit, um einen ersten positiven Eindruck zu hinterlassen. Falls Sie ohne konkretes Anliegen und unvorbereitet in ein solches Telefonat einsteigen, kann es allerdings mitunter unangenehm werden. Hinter der Hotline verbirgt sich unter Umständen direkt ein passender Ansprechpartner. Sie können auch direkt zu dem suchenden Vorgesetzten verbunden werden. Überlegen Sie sich also gute Fragen für diesen Fall und seien Sie nach Möglichkeit darauf vorbereitet, dass Ihr Gesprächspartner selbst die Chance nutzt, Ihnen Fragen zu stellen.
Bereiten Sie das Telefongespräch sorgfältig vor. Denn sollten Sie das Interesse des Personalverantwortlichen mit Ihrem Anruf geweckt haben, müssen sie mit Nachfragen zu Ihrem Werdegang und Ihrer bisherigen Berufserfahrung rechnen. Halten Sie alle Unterlagen griffbereit, um auf mögliche Rückfragen vorbereitet zu sein (etwa zu Lebenslauf, Studienschwerpunkten, Bewerbungsmotivation). Zu einer optimalen Vorbereitung gehört die gründliche Analyse der Stellenausschreibung, des Unternehmensprofils, dessen Struktur und Branche. Legen Sie zusätzlich einen Gesprächsleitfaden an. Mit aussagekräftigen Stichworten sind Sie für mögliche Rückfragen bestens gerüstet.
Um die gewünschten Informationen systematisch abzufragen, sollten Sie sich eine entsprechende Checkliste erstellen. So passiert es Ihnen nicht wie manchem anderen Bewerber, dass Sie kurz nach dem Auflegen feststellen, dass Sie zwar von einer passenden Stelle erfahren haben, aber vergaßen, nach Einstiegstermin zu fragen. Mit einer Checkliste erhält das Telefonat Struktur und Sie vermeiden, wichtige Punkte im Gespräch zu vergessen. Die Checkliste gibt Ihnen mehr Sicherheit, denn Sie werden jetzt den roten Faden nicht mehr verlieren. Sie machen einen sicheren Eindruck und wirken kompetent.
Erproben und testen Sie Ihre telefonische Selbstpräsentation an Freunden oder Bekannten. Erst wenn Ihnen das, was Sie am Telefon über sich zu sagen haben, leicht fällt und nicht so klingt, als sei es vom Blatt abgelesen, sollten Sie Kontakt zu den Gesprächspartnern aufnehmen, die über die Stellenvergabe zu entscheiden haben.
Richtiger Gesprächsort entscheidend.
Wählen Sie einen ruhigen Gesprächsort für Ihren Anruf. Zum einen müssen Sie sich auf den Gesprächspartner konzentrieren können, zum anderen können Nebengeräusche Ihren Partner am Telefon stören. Eine Kneipe oder ein Café eignen sich für die erste telefonische Kontaktaufnahmen ebenso wenig wie eine Straßenkreuzung oder die Autobahn. Auch das richtige Timing ist für den ersten Eindruck beim Telefongespräch entscheidend. Zwischen 10 und 14 Uhr sollte man auf einen Anruf verzichten. Hier fällt in den jeweiligen Abteilungen die meiste Arbeit an. Die Mittagszeit und kurz vor Feierabend sind eher ungünstig für den erfolgreichen ersten Telefonkontakt. Rufen Sie also entweder morgens früh oder am späten Nachmittag an.
- Nennen Sie die wichtigsten Eckdaten zu Ihrer Person und Ihrem Werdegang.
- Zeigen Sie sich kommunikativ, engagiert und zielstrebig.
- Machen Sie während des Gesprächs Notizen.
- Schreiben Sie sich die wichtigen Aussagen des Personalverantwortlichen auf. Das kann sich im Vorstellungsgespräch positiv auswirken.
Nutzen Sie die telefonische Kontaktaufnahme, um einen ersten persönlichen Eindruck von Ihnen in der Personalabteilung zu hinterlassen und Ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle zu zeigen. Das Ziel eines solchen Gesprächs für Sie ist es, die Aufmerksamkeit des Unternehmens auf Ihre Bewerbung zu lenken und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Beim Telefonieren ist der erste Eindruck besonders wichtig. Oft entscheidet sich in den ersten Sekunden, ob das Telefonat weiter überhaupt geführt wird. Sie wissen nie, in welcher Situation Sie Ihren Ansprechpartner erreichen. Also brauchen Sie sofort eine Annäherung an den Gesprächspartner, die ihm das Signal einer positiven Botschaft übermittelt.
Zu Gesprächsbeginn sollen Sie erwähnen, auf welche Stellenanzeige Sie sich bewerben möchten, da das Unternehmen möglicherweise mehrere Stellen ausgeschrieben hat. Nennen Sie zuerst Ihren Namen und stellen Sie sich vor. Geben Sie die wichtigsten Eckpunkte Ihres Werdegangs an und fassen Sie Ihr Qualifikationsprofil kurz zusammen. Vermitteln Sie Ihrem Ansprechpartner den ersten Eindruck von Ihren Kompetenzen. Sie müssen Ihre zentrale Botschaft innerhalb dieser wenigen Sekunden rübergebracht haben; spätestens dann möchte Ihr Gegenüber selbst Fragen stellen.
Ihre Argumentation und Ihr Gesprächsverhalten erlauben dem Personalentscheider bereits eine erste Einschätzung Ihrer Kommunikationsstärke. Es sind aber auch wichtige Punkte bezüglich der folgenden schriftlichen Bewerbung nicht zu vergessen. Welche Unterlagen werden verlangt und an wen ist die Bewerbung zu senden? Bevorzugt das Unternehmen die Bewerbung per E-Mail, per Post oder sollen Sie Online-Bewerbungsformulare auf der Karriere-Seite des Arbeitgebers ausfüllen? Wann ist der früheste Einstiegstermin?
Halten Sie sich Folgendes vor Augen: Nicht nur Sie möchten mit Ihrer Bewerbung Erfolg haben. Der Personalchef hat ebenfalls seine Ziele, die er verwirklichen möchte, nämlich den hochqualifizierten Mitarbeiter für die vakante Stelle zu finden. Versuchen Sie, dem Personaler zu vermitteln, dass Sie ein Gewinn für ihn sind, mit Respekt, Ehrlichkeit und Aufmerksamkeit liegen Sie immer richtig.
Hier finden Sie Muster und Checklisten für ein optimales Anschreiben
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