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Der optimale Lebenslauf: Kommentierte Beispiele

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Die meisten Personaler lesen den Lebenslauf noch vor dem Anschreiben, denn hier finden sich die wesentlichen Fakten zum Bewerber. Bei der sorgfältigen Erstellung zählen neben Aufbau vor allem individuelle Inhalte und die Fokussierung auf die wesentlichen Qualifikationen.

Struktur

Der Lebenslauf enthält eine Fülle wichtiger Fakten. Deshalb ist es besonders wichtig, dass er lesefreundlich und optisch ansprechend gestaltet ist und einer klaren Struktur folgt. Die wesentlichen Inhalte müssen bereits beim Querlesen erfasst werden. Es bietet sich an, den Lebenslauf tabellarisch aufzubauen und in folgende Rubriken aufzuteilen

1. Persönliche Daten

Das sind Ihr Name und Ihre Anschrift. Nach den neuen AGG-Richtlinien gehört Ihr Geburtsdatum und -ort sowie Ihr Familienstand nicht mehr unbedingt dazu. Nennen Sie diese Dinge, wenn Sie es für nötig halten, das Weglassen darf Sie nicht benachteiligen.
Dinge wie Nationalität oder Religionszugehörigkeit werden nur erwähnt, wenn sie für die angestrebte Stelle eine Rolle spielen (z.B. für die Bewerbung einer Erzieherin im Katholischen Kindergarten). Auf die Nennung von Namen und Beruf der Eltern wird auch von Berufseinsteigern verzichtet, ebenso wie auf die Aufzählung anderer Familienmitglieder.

2. Berufserfahrung
Nennen Sie alle bisherigen Tätigkeiten mit kurzer Positionsbeschreibung, d.h. stichwortartige Darstellung der wichtigsten Aufgaben (3-5). Machen Sie ggf. Angaben zu Ihrem Verantwortungsbereich (Zahl der Mitarbeiter, Budgetverantwortung, Prokura etc.) und zum Unternehmen (Mitarbeiterzahl, Umsatz). Auch berufliche Erfolge und besondere Projekte sollten hier genannt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der aktuellen Tätigkeit.
Berufseinsteiger nutzen diese Rubrik zur Darstellung von Praktika, Nebenjobs oder sonstiger Berufspraxis. Wer über keinerlei Berufspraxis verfügt, kann hier auch Ausbildungs-/Studieninhalte mit Praxisbezug aufführen, wie Studienprojekte oder Unternehmensplanspiele.

3. Akademische und schulische Ausbildung
Berufseinsteiger beginnen mit dem höchsten Schulabschluss und geben den höchsten akademischen Abschluss zuerst an. Professionals, bei denen die Schulzeit schon etliche Jahre zurück liegt, benötigen hier nur den letzten Bildungsabschluss. Titel von Magister-, Diplom- oder Doktorarbeiten sowie die Abschlussnote werden nur von Berufseinsteigern erwähnt. Schulabschlussnoten werden im Gegensatz zu Uni-Abschlussnoten nicht angegeben. Wir empfehlen, den zuletzt erworbenen Abschluss als erstes aufzuführen.

4. Weitere Qualifikationen
Unter diese Rubrik fallen Sprachkenntisse, IT-Kenntnisse, Weiterbildungen und andere Zusatzqualifikationen. Hier sind harte, belegbare Fakten gefragt. Zählen Sie diese nicht einfach nur auf, sondern benennen Sie auch den Grad Ihrer Kenntnis von Basiswissen bis zur perfekten Beherrschung. Entsprechende Zertifikate für Weiterbildungen werden in Klammern dahinter angegeben. Bei den Weiterbildungen müssen Schwerpunkte gesetzt werden und nur relevante Informationen für die angestrebte Position und neueste Seminare angeführt werden. Zehn Jahre alte Seminare und Sprachkurse "Spanisch für den Urlaub" sind nicht interessant und werden nicht im Lebenslauf angegeben. Führerscheine werden nur erwähnt, wenn sie für die Tätigkeit sinnvoll sind.

5. Berufsbezogene Interessen
Natürlich möchte das Unternehmen den Bewerber auch persönlich kennen lernen, doch nicht jede Freizeitbeschäftigung verdient es, genannt zu werden. Hobbys werden daher nur genannt, wenn sie einen expliziten Bezug zu der Stellenausschreibung und den Tätigkeiten der angestrebten Position haben. Auf banale Dinge wie "Lesen" und "Kinobesuche" verzichten Sie also. Finden Sie generell bei der Aufzählung Ihrer berufsbezogenen Interessen einen gesunden Mittelweg, denn wer offenbar in seiner Freizeit sehr stark beansprucht wird, kann beim Personaler den Eindruck erwecken, dass der Beruf nur eine untergeordnete Rolle spielt.

6. Sonstiges
Dienstzeiten bei der Bundeswehr und im Zivildienst gehören nicht in den Lebenslauf, da diese "Lücke" bei männlichen Bewerbern selbsterklärend ist. Längere Auslandsaufenthalte und Zeiten von Arbeitslosigkeit gehören in den Lebenslauf. Schreiben Sie diese Informationen in die zugehörige Rubrik, Auslandsaufenthalte in der Schulzeit gehören beispielsweise in die Rubrik "akademische und schulische Ausbildung" und finden nur bei Berufseinsteigern und Relevanz für die Stellenausschreibung Erwähnung. An das Ende des Lebenslaufs gehören Orts- und Datumsangabe sowie Ihre Unterschrift.

Chronologisch oder "amerikanisch"?
Die sog. "amerikanische" Form setzt sich immer mehr durch und sollte in jedem Fall verwendet werden. Dabei wird mit der aktuellen Position begonnen und alle weiteren Stationen in umgekehrter zeitlicher Abfolge dargestellt. Diese Reihenfolge hat den Vorteil, dass der Personaler sofort Ihren aktuellen Qualifizierungsstand erfasst. Wer bereits einige Jahre Berufserfahrung und etliche berufliche Stationen vorweisen kann, der sollte auf jeden Fall mit seiner aktuellen Tätigkeit beginnen. Für Arbeitslose und Bewerber mit einem sog. "Patchwork-Lebenslauf" lohnt sich ein Abweichen von dieser Regel. Sie können den Werdegang mit ihren besonderen Kenntnissen starten, so steht Ihr stärkstes Argument ganz weit oben. Wichtig ist außerdem, dass der Lebenslauf lückenlos ist und keine unnötigen Fragen aufwirft, deshalb sind alle Stationen zeitlich konkret zu benennen (mindestens Monat und Jahr).

Auf das Wesentliche beschränken

Der Umfang Ihres Lebenslaufs hängt von Ihrem persönlichen Werdegang ab. Wichtiger als eine bestimmte Seitenzahl ist ein übersichtlicher Aufbau, der einen guten Lesefluss garantiert. Trotzdem gilt ein Maximum von 2 Seiten, da der Lebenslauf sonst zu sehr ins Detail geht und die Gefahr besteht zu viele unnötige Informationen zu erwähnen. Die Schrift sollte nicht kleiner als 10 Pkt. sein und die gewählte Struktur sollte bis zum Ende durchgehalten werden. Wichtige Dinge können durch Fettschreibung hervorgehoben werden. Ein guter Lebenslauf benötigt keine ausschweifenden Erklärungen, denn er erklärt sich von selbst. Nennen Sie deshalb ausschließlich Fakten in plakativer Form und Erläuterungen durch Stichpunkte. Wer sich auf das Wesentliche beschränkt, wird automatisch eine Seitenzahl von 2 Seiten nicht überschreiten.

Inhalt - Auf die Position zugeschnitten

Den meisten Bewerbern ist klar, dass das Anschreiben bei jeder Bewerbung neu für die ausgeschriebene Position erstellt werden muss. Doch auch Ihren Werdegang sollten Sie immer individuell auf die angestrebte Stelle zuschneiden. Überprüfen Sie jedes Mal, ob der Lebenslauf alle für die Position wichtigen Dinge enthält und auf die Bedürfnisse des Unternehmens eingeht. Versetzen Sie sich in die Lage des Personalverantwortlichen, der täglich etliche Bewerbungen lesen muss: Kann er die Schwerpunkte Ihres Lebenslaufs mit wenigen Blicken erfassen? Streichen Sie konsequent alle für die Stelle unwichtigen Aspekte. Orientieren Sie sich mit Ihren Formulierungen an der Stellenausschreibung, so dass der Personaler die richtigen Schlüsselbegriffe in Ihrem Lebenslauf wieder findet. Achten Sie darauf, dass Anschreiben und Lebenslauf sich inhaltlich gut ergänzen. Weder sollten im Anschreiben die Fakten aus dem Lebenslauf nochmals aufgezählt werden, noch gehören Dinge, die im Anschreiben detailliert erläutert werden, in epischer Breite in den Lebenslauf. Denken Sie an die Nennung aller Dinge, die Ihren Lebenslauf einzigartig machen, dazu gehören insbesondere berufliche Projekte und Erfolge. Besondere Leistungen sollten Sie unbedingt quantifizieren, damit man sich ein konkretes Bild Ihrer Erfolge machen kann, wie "Erweiterung des Kundenstamms um x %" oder "Umsatzsteigerung innerhalb eines Geschäftsjahres um x €". (Betriebsgeheimnisse dürfen Sie hier allerdings nicht ausplaudern.)

Beispiele und Kommentare

Kein Werdegang gleicht dem anderen, doch in jedem Lebenslauf gibt es Punkte, die Fragen aufwerfen oder besonders positiv hervorzuheben sind. Obwohl jeder Personaler eine Bewerbung anders bewertet, kommt es doch immer darauf an, seine Stärken möglichst optimal darzustellen. Das StepStone-Expertenteam hat fünf fiktive Lebensläufe zusammen gestellt und kommentiert aus seiner Sicht die jeweiligen Stärken und Schwächen.

Wichtiger Hinweis: Alle dargestellten Lebensläufe sind fiktiv. Die genannten Personen, ihre beruflichen und schulischen Stationen sind exemplarisch dargestellt und frei erfunden. Dabei wurde auf realitätsnahe und schlüssige Inhalte geachtet. Die Namen der Unternehmen sind erfunden, Ähnlichkeiten mit existierenden Firmen zufällig.

Beispiel 1:
Berufseinsteigerin: Kaufmännischer Trainee oder Direkteinstieg im Vertrieb

Kommentar:
Auch Berufseinsteiger können eine Menge Fakten mitteilen, die für den potenziellen Arbeitgeber wichtig sind. Dies ist hier nur zum Teil geschehen. Folgende Punkte fallen an diesem Lebenslauf auf:
  • Den Berufswunsch klar im Lebenslauf zu nennen ist sinnvoll. Untermauert wird das Karriereziel dadurch, dass auch Studienschwerpunkte und Diplomarbeitsthema ausführlich genannt werden.
  • Was hat die Kandidatin zwischen der Ausbildungszeit und Aufnahme des Studiums getan? Hier klafft eine zeitliche Lücke von mehr als einem Jahr, die nicht erklärt wird - ein Kardinalsfehler im Lebenslauf.
  • Eine Rubrik mit "Sonstiges" zu benennen ist nicht sehr aufschlussreich für den Leser. Vielmehr könnte sie die Jobs unter "Berufliche Praxis/Praktika" einordnen und dabei auch besser erläutern, was genau ihre Aufgaben im Nebenjob und im Praktikum waren. Bestimmt hat sie sich mit Dingen beschäftigt, die für ihren Berufswunsch hilfreich sind.
  • Sprach- und EDV-Kenntnisse sollten in einer Rubrik "Kenntnisse und Fähigkeiten" aufgeführt werden. Welche Programme aus dem MS-Office-Paket in welchem Grad beherrscht werden, muss detaillierter dargestellt werden.
  • Nicht alles kann man im Lebenslauf erklären, deshalb muss sich die Kandidatin darauf gefasst machen, im Vorstellungsgespräch schlüssig zu erläutern, warum sie ihre Ausbildung ohne Abschluss beendet hat.
  • Die Kandidatin verfügt über ein außergewöhnliches Hobby, an welches sich der Personaler sicher gut erinnern wird. Sie sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass dies nicht nur positive Reaktionen, sondern auch Fragen aufwirft: Wie lässt sich Leistungssport mit einem anspruchsvollen Beruf zeitlich vereinbaren? Auf solche Fragen muss sie in einem Vorstellungsgespräch vorbereitet sein.


Beispiel 2:
Führungskraft: Ingenieur mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung
 
Kommentar:
Dies ist ein sehr gradliniger Lebenslauf, der aufgrund der langen Berufserfahrung auch sehr umfangreich ist. Deshalb ist es besonders hilfreich, dass der Bewerber sich im Wesentlichen auf die Beschreibung der derzeitigen Tätigkeit beschränkt hat und alle vorangegangenen Stationen seines Werdegangs nur kurz benennt. Folgende Dinge fallen auf:

  • Der Lebenslauf beinhaltet ein kurzes Profil, das dem Personaler verdeutlicht, wo der Kandidat seine Stärken sieht.
  • Der Kandidat beginnt mit seiner aktuellen Position und verfährt dann rücklaufend chronologisch. Somit stehen die aktuellen und für den Personaler wichtigsten Fakten ganz oben und sind schnell zu erfassen.
  • Die Bekleidung von Ämtern in Fachgremien, die in der Regel im Auftrag der Firma geschehen, lassen auf ein hohes fachliches Niveau und ein breites Netzwerk schließen. Diese hier aufzuführen ist sehr gut.
  • Es ist richtig, im Lebenslauf eine Kündigung wegen Insolvenz anzugeben. Sollte die Kündigung aus familiären, privaten oder anderen Gründen erfolgt sein, so sollten diese nicht näher aufgeführt werden, denn solche Dinge kann man besser in einem Vorstellungsgespräch erläutern.
  • Der Bewerber hat einige Fortbildungen absolviert. Sind die besuchten Institute in der Branche gut angesehen, wie die TÜV-Akademie, ist deren Nennung von Vorteil.
  • Wie steht es mit besonderen beruflichen Erfolgen? Wenn diese nicht im Anschreiben erwähnt sind, dann gehören sie in den Lebenslauf. Das könnte bei diesem Kandidaten eine einzigartige Entwicklung neuer Komponenten sein, die Gewinnung eines wichtigen Kunden o.ä. Ein solcher Punkt gehört auf jeden Fall in die Rubrik "Profil", um die dort genannten Stärken auch mit Fakten zu untermauern.
  • Seine derzeitige Tätigkeit sollte er detaillierter beschreiben, mit der stichwortartigen Aufzählung weiterer Aufgaben sowie zwei bis drei aktuellen Projekten.
  • Die außerberuflichen Interessen des Bewerbers nehmen einen sehr großen Raum ein. Zwar lassen alle Ehrenämter positive Rückschlüsse auf sein Organisationstalent, sein Engagement und seine Kommunikationsfähigkeit zu, doch wirft die Bekleidung dreier offenbar zeitintensiver Ämter die Frage auf, wie er dies mit seiner Arbeit vereinbart. Er sollte hier mindestens eine Stelle streichen.
  • Zu den Weiterbildungen fällt auf, dass der Bewerber schon geraume Zeit nicht mehr aktiv war. Er sollte sich auf die Frage gefasst machen, wie er sich derzeit fachlich auf dem Laufenden hält.


Beispiel 3:
Marketing-Professional: Product Manager mit erster Führungserfahrung

Kommentar:
Dieser Bewerber hat es nicht schwer, seinen fast perfekten beruflichen Werdegang darzustellen. Allerdings hapert es an einigen formalen Dingen:

  • Griffige Schlüsselbegriffe wie "Auslands-Studium" heben wichtige Punkte präzise hervor.
  • Die Nennung von Seminarabschlüssen oder sonstigen Zertifikaten untermauert den Grad der Kenntnis. Umso besser, wenn, wie in diesem Beispiel, ein bekannter Name dahinter steht (Cambridge).
  • Die Trainertätigkeit lässt auf einige wichtige Soft-Skills schließen und bietet einen guten Anknüpfungspunkt für ein Gespräch.
  • Bei der doch recht umfangreichen Berufserfahrung wäre es sinnvoller, die berufliche Praxis mit der aktuellen Tätigkeit zu beginnen (amerikanische Form) und in den Aufgabenbeschreibungen verstärkt Schwerpunkte zu setzen, z.B. durch Kürzung weniger wichtiger Aufgaben oder durch optische Hervorhebung der wesentlichen Dinge.
  • Der Kandidat sollte sich nicht nur auf die Nennung von Jahreszahlen beschränken, sondern zumindest im Bereich Berufspraxis auch die relevanten Monate angeben, sonst vermutet man längere Lücken zwischen den Stationen.
  • Was macht diesen Kandidaten einzigartig? Gibt es besondere Erfolge in seiner derzeitigen Tätigkeit, beispielsweise eine gelungene Produkteinführung? Dann sollte dies auch im Lebenslauf erwähnt werden.
  • Mitarbeiter- und Budgetverantwortung sollten deutlicher hervorgehoben werden.
  • Es fällt auf, dass der Bewerber keinerlei berufliche Weiterbildungen aufführt. So wie ihm geht es vielen Arbeitnehmern - bislang hat er nach der Devise "Learning by Doing" in verschiedenen beruflichen Stationen einiges gelernt. Nun befindet er sich an einem Punkt in seiner beruflichen Laufbahn, an dem er dafür sorgen muss, dass er sein Wissen gezielt erweitert bzw. aktualisiert, um auf den nächsten Karriereschritt vorbereitet zu sein.


Beispiel 4:
Professional: Finanz-Sachbearbeiterin ohne Führungserfahrung

Kommentar:
Ein sehr schöner Lebenslauf, der sich auf das Wesentliche beschränkt.

  • Ihre Aufgaben hat sie in knappen Sätzen ausreichend beschrieben. Besondere Projekte wurden zusätzlich hervorgehoben und so in den Blickpunkt des Personalers gerückt.
  • Die kurzen Beschreibungen der Unternehmen mit Nennung von Umsatz- und Mitarbeiterzahlen sowie Branchenzugehörigkeit sind sehr hilfreich.
  • Die Kandidatin verzichtet gänzlich auf die Nennung von Hobbys, was der Struktur des Lebenslaufs nicht schadet.
  • Die Tatsache, dass sie sich per Fern- und Abendstudium qualifiziert hat und nebenberuflich als Referentin tätig ist, lässt positive Rückschlüsse auf ihre Zielstrebigkeit und ihre Belastbarkeit zu.
  • Der Lebenslauf wäre informativer, wenn die berufliche Praxis weiter oben zu finden wäre.
  • Die Art der Projektarbeiten sollte ausführlicher beschrieben werden, damit man sich ein Bild davon machen kann, was die Kandidatin im Rahmen dieser Projekte konkret gelernt und geleistet hat.


Beispiel 5:

Patchwork-Lebenslauf: Netzwerkspezialist

Kommentar:

  • Grundsätzlich bietet sich eine solche Lebenslauf-Struktur für die Bewerbung eines selbständigen Projektleiters oder Beraters an. Für eine Festanstellung fehlen hier jedoch wesentliche Informationen, deshalb sollte dieser Kandidat seinen Lebenslauf präziser formulieren.
  • Da der Kandidat derzeit ohne feste Anstellung ist, macht es Sinn, mit den Stärken zu beginnen und die wichtigsten beruflichen Fähigkeiten an den Anfang zu stellen.
  • Trotz seiner zeitlichen Lücken, ist der Lebenslauf überwiegend schlüssig.
  • Durch die Konzentration auf die geleisteten Projekte, wird schnell deutlich, welche fachlichen Fähigkeiten der Kandidat besitzt.
  • Die beruflichen Schwerpunkte sind mitunter zu detailliert aufgeführt. Der Bewerber sollte seine Projektarbeiten weiter zusammenfassen und kürzer gestalten bzw. sich auf die Projekte konzentrieren, die zeigen, dass er die Fähigkeiten besitzt, die das angesprochene Unternehmen wünscht.
  • Woher er seine Qualifikation als Netzwerkspezialist hat, bleibt unklar, ebenso, ob er überhaupt einen Abschluss an der Schule oder Hochschule gemacht hat.
  • Es fehlen Angaben über den Grad der Beherrschung von Betriebssystemen, Tools und Netzwerktechniken sowie Fremdsprachenkenntnisse.
  • Dass der Kandidat seine Staatsangehörigkeit explizit nennt, lässt Fragen bezüglich Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis gar nicht erst aufkommen, die bei seinem exotischen Geburtsort nahe liegen. Laut AGG-Gesetz müsste er diese Dinge jedoch nicht benennen, denn bei der Stellenbesetzung dürfen keine Bewerbung aufgrund Ihrer Herkunft diskriminiert werden.


© StepStone, 2009

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