Bewerberfalle Soziale Netzwerke
Eine Studie der Bundesregierung hat kürzlich gezeigt, dass Bewerber bei der Veröffentlichung persönlicher Daten besonders vorsichtig sein sollten, denn: Ein Drittel der Unternehmen sucht gezielt nach Profilen von Bewerbern, um Informationen über den potenziellem neuen Mitarbeiter zu sammeln. Lesen Sie, worauf Personaler genau achten und welche Informationen Sie die Chance auf den neuen Job kosten können.
Verzichten Sie auf politische oder religiöse Statements und überprüfen Sie auch Ihre Gruppenmitgliedschaften auf Inhalte dieser Art. Wer persönliche Vorlieben und Meinungen äußert, macht sich angreifbar oder scheidet im schlimmsten Fall von vorne herein aus. Alles in allem lautet das Credo: Gehen Sie vorsichtig mit persönlichen Daten und Äußerungen um - das Internet vergisst nichts. Fehltritte können Sie auch Jahre später noch einholen, wenn Sie sich längst nicht mehr in der aktiven Bewerbungsphase befinden. Manche Betreiber löschen ältere Foreneinträge unter Umständen auf Anfrage, rechtlich verpflichtet sind sie dazu aber nicht.
Absolutes Tabu sind negative Äußerungen über frühere Arbeitgeber oder abfällige Bemerkungen über andere Personen. Überprüfen Sie deshalb auch Gästebucheinträge, Kommentare zu Fotos oder Statusmeldungen.
Diese Informationen rücken Sie ins rechte Licht
Ähnlich wie in Ihrem Lebenslauf können Sie Ihr Profil dazu nutzen, um auf ehrenamtliches Engagement oder die Mitgliedschaft in sozialen Organisationen hinzuweisen. Beachten Sie außerdem, dass die Angaben zu Hobbys und Interessen mit denen in Ihrer Bewerbung angegebenen übereinstimmen, um einen insgesamt authentischen Eindruck zu vermitteln.
Wichtig: Achten Sie auf Ihr Profilfoto
Wählen Sie ein neutrales bis seriöses Profilbild. Ähnlich wie beim Bewerbungsfoto kommt es darauf an, freundlich und kompetent rüber zu kommen. Gänzlich ungeeignet ist jede Art von Partyfoto, auf dem Sie etwa angetrunken abgebildet sind. Ebenfalls kontraprodukriv sind vermeintlich lustige Schnappschüsse im Rahmen einer Radarkontrolle. Außerdem Tabu: Fotos mit leichter Bekleidung (z.B. Bade- und Urlaubsfotos) oder Bilder, auf denen Sie extrem posieren. Das wirkt sehr unsympathisch. Sollten Sie trotzdem eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, werden Sie den schlechten ersten Eindruck zunächst mühsam korrigieren müssen. Durchsuchen Sie Ihre Fotoalben und Verlinkungen auf dieselben Kriterien hin, falls Sie den Zugriff darauf nicht ganz sperren möchten.
Vorsicht auch bei Karrierenetzwerken
Soziale Netzwerke mit Karriereschwerpunkt eignen sich gut, um berufliche Fähigkeiten zu betonen. Hier kommt es auf den berühmten roten Faden an. Geben Sie Ihrem Profil also systematisch Struktur. Erfahrungen und Kenntnisse sollten zu einem harmonischen Gesamtbild verpackt werden und mit denen in Ihrer Bewerbung gemachten Angaben in etwa übereinstimmen. Unterm Strich sollten Sie Experte in einem bestimmten Berufsfeld sein - der Allrounder mit Kenntnissen hier und einigen Erfahrungen dort ist meist leicht ersetzbar und deshalb weniger gefragt.
Nutzen Sie die Einstellungsoptionen
Sie können der Durchleuchtung durch den potenziellen neuen Arbeitgeber einen Riegel vorschieben, indem Sie Ihr Profil nur für einen bestimmten Personenkreis zugänglich machen. Überprüfen Sie deshalb unbedingt Ihre Einstellungen innerhalb der Plattformen, auf denen Sie aktiv sind. Bei einigen Netzwerken kann ma

n beispielsweise verhindern, über Google ausfindig gemacht zu werden. Eine StepStone Studie hat ergeben, dass 35,7 Prozent der Bewerber gerade während der Bewerbungsphase den Zugriff auf Ihr Profil einschränken oder zumindest genau darauf achten, welche Informationen sie angeben. Weitere 21,9 Prozent verzichten aus Karrieregründen komplett auf die Mitgliedschaft in Sozialen Netzwerken.
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