Der Jahresbeginn ist die Zeit der guten Vorsätze: Nichtraucher werden, Sport treiben - oder endlich den perfekten Job finden. Damit Sie gute Chancen auf Ihren Traumjob haben, brauchen Sie ein aufschlussreiches, positives Arbeitszeugnis von Ihrem aktuellen Arbeitgeber. Doch gerade beim Zeugnis ist es wichtig, auf kleine Details zu achten. StepStone gibt Tipps, damit Ihr Arbeitszeugnis ein idealer Beleg für Ihre Kompetenz wird.
Qualifiziertes Arbeitszeugnis
Direkt am Anfang müssen Sie einen scheinbar unbedeutenden Unterschied beachten: Es gibt das qualifizierte und das einfache Arbeitszeugnis. Fragen Sie Ihren Vorgesetzten auf jeden Fall nach einem qualifizierten! Das einfache Arbeitszeugnis enthält nur Ihre Personalien und Informationen darüber, an welchem Standort Sie wie lang beschäftigt waren - und im Gegensatz zum qualifizierten keinerlei Auskünfte über Ihre genauen Aufgabengebiete oder Leistungen.
Unzufrieden mit dem Zeugnis?
Sie haben Ihr Zeugnis erhalten und Ihnen gefällt nicht, was Sie da lesen? Gehen Sie zunächst in sich und schätzen Sie Ihre Leistung realistisch ein. Ihr Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Sie zu loben, wenn Sie keine gute Arbeit geleistet haben. Sind Sie sich aber sicher, dass die Angaben sich nicht mit der Wirklichkeit decken, haben Sie zwei Möglichkeiten, etwas daran zu ändern: Zunächst ist es ratsam, das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten zu suchen. Es kommt durchaus vor, dass die Formulierungen nicht so negativ gemeint sind. Vielleicht steckt hinter den unangemessenen Angaben kein böser Wille, sondern einfach Unwissenheit über die gängigen Codes. Wenn alle Stricke reißen, können Sie ein objektives Arbeitszeugnis sogar erklagen: Rechtlich gesehen haben Sie nämlich Anspruch auf eine Berichtigung falscher Aussagen.
Bei Rechtschreibfehlern sollten Sie unbedingt auf Korrektur bestehen, auch wenn es unangenehm ist. Sonst leidet die Glaubwürdigkeit des Zeugnisses stark.
Arbeitszeugnis selbst schreiben
Es kommt durchaus vor, dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeugnisse selbst ausstellen - oder zumindest Ihren Tätigkeitenbereich beschreiben. Das ist ein Glücksfall für Sie, denn so können Sie Fehlerquellen minimieren. Hier einige Tipps zum Aufbau:
1. Arbeitsverhältnis beschreiben
Geben Sie hier die Eckdaten Ihres Jobs an: Von wann bis wann haben Sie dort gearbeitet? Welche zentralen Arbeitsbereiche oblagen Ihnen?
2. Arbeitsinhalte
In diesem Abschnitt beschreiben Sie detailliert, welche Arbeiten Sie genau erledigt haben. Lassen Sie keine wesentlichen Aufgaben aus - schließlich wissen Sie nicht, wo Sie einen Beleg für die daraus resultierenden Kompetenzen noch einmal gebrauchen könnten.
3. Bewertung
Das ist der spannende Teil des Zeugnisses: Hier müssen Sie eine Einschätzung Ihrer Leistungen geben. Meist übernimmt der Arbeitgeber diesen Teil. Sollte er Ihnen allerdings doch auch hier freie Hand lassen, müssen Sie wieder auf kleine Formulierungen achten. Hier eine kleine Übersicht, welche genaue Bedeutung wenige Wörter haben können:
"stets zur vollsten Zufriedenheit" - entspricht der Schulnote "sehr gut"
"stets zur vollen Zufriedenheit" - aus "vollsten" wird "vollen" - und schon ein "gut"
"im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit erledigt" - klingt freundlich, entspricht aber einem "mangelhaft"
Hier finden Sie weitere Tipps, mit denen Sie Fallstricke und miese Formulierungen erkennen können.
© StepStone, 2012