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Absagen auf Bewerbungen: Strategien gegen Frustration

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Sie haben keine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Ärgerlich, aber kein Grund zur Resignation - Sie können immer noch aktiv werden. Die richtigen Strategien helfen dabei.

Für die ausgeschriebene Position sind Sie fachlich geeignet. Dennoch kommen Sie nicht in die engere Wahl. Entweder Sie wurden gar nicht persönlich in Augenschein genommen oder nach dem Bewerbungsgespräch folgte eine knappe Absage. Statt jetzt vor Frustration den Kopf in den Sand zu stecken, sollten Sie Ihr Vorgehen überdenken und eventuell unkonventionelle Wege einschlagen. Dazu gehört zunächst, dass Sie einige Details Ihrer Bewerbung kritisch hinterfragen.

  • Sind Ihre Unterlagen tatsächlich klar strukturiert und im positiven Sinne informativ?
  • Würden Sie sich selbst aufgrund Ihrer Bewerbungsunterlagen kennen lernen wollen?


So genannte "08/15" Unterlagen gehen in einer Vielzahl ähnlich gestalteter Bewerbungen unter. Stellen Sie deshalb die Eigenschaften und Qualifikationen besonders heraus, die Sie für diesen speziellen Arbeitgeber interessant machen. Allgemein gehaltene Bewerbungen werden aufgrund der starken Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt von den Personalverantwortlichen schnell aussortiert. Manchen fehlt das persönliche Geschick, die eigene Qualifikation inhaltlich und visuell ansprechend zu präsentieren. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, nehmen Sie am besten professionelle Hilfe in Anspruch.

Selbstdarstellung trainieren

Als nächstes sollten Sie Ihr persönliches Auftreten überprüfen. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres potenziellen Arbeitgebers. Gesucht wird ein Kandidat, der sowohl fachlich als auch charakterlich perfekt passt. Strahlen Sie die Stabilität und Gelassenheit aus, die für die Position gefordert ist? Wirken Sie in der persönlichen Begegnung leistungsfähig und sozial kompetent? Falls Ihre Selbst-Präsentation entweder sehr unsicher oder andererseits zu selbstgefällig wirkt, ist dies ein klares Manko gegenüber Ihren Mitbewerbern. Bei gleichwertiger fachlicher Kompetenz wird immer der souveränere Aspirant den Job erhalten. Auch hier gilt, ergreifen Sie Maßnahmen, falls es auf dem Gebiet der positiven Selbstdarstellung hakt. Coachings und Trainings helfen Ihnen, angemessen aufzutreten, Unsicherheiten zu überwinden und unnötige Fehler zu vermeiden.

Nicht zuletzt müssen Sie nach einer Absage ehrlich zu sich selbst sein. Überprüfen Sie Ihre Motivation. Sind Sie nach wie vor davon überzeugt, dass Sie die angestrebte Position ideal ausfüllen würden? Dann fassen Sie nach! Tun Sie dies mit Überlegung und der richtigen Strategie. Zwei Formen der positiven Absagereaktion bieten sich an.

Antwortbrief

Ein Antwortbrief zeugt von einem selbstbewussten und kreativen Umgang mit der Absage. Sie sollten in freundlichem Ton Ihr Bedauern über die Entscheidung äußern, sie jedoch nicht in Frage stellen. Fassen Sie stattdessen noch einmal kurz zusammen, warum Sie gerade diese Aufgabe besonders interessiert.

Der gut formulierte Antwortbrief ist immer eine einprägsame Visitenkarte und bietet kurz- und mittelfristig neue Chancen:

  • Falls Sie ein "Grenzfall" bezüglich der Einladungen waren, kann Ihr Schreiben zur nachträglichen Kontaktaufnahme führen.
  • Sollten sich Kandidaten zurückziehen, haben Sie sich durch Ihr souveränes Auftreten nachträglich für ein Bewerbungsgespräch empfohlen.
  • Falls sich ein Jobaspirant in der Probezeit als ungeeignet erweist, sind Sie frisch und positiv im Gedächtnis geblieben und könnten an seine Stelle treten.
  • Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, dass die Personalverantwortlichen Sie für andere Positionen empfehlen.


Einen weiteren innovativen Umgang mit einer Absage bietet der Anruf beim potenziellen Arbeitgeber.


Der direkte Draht

Der eine schreibt, der andere telefoniert lieber, wenn es um die Klärung von heiklen Situationen geht. Grundsätzlich öffnet das Telefonat wiederum "Türen" und kann ebenso wie der Antwortbrief das Interesse an Ihrer Person neu wecken. Zudem erhalten Sie unkompliziert Informationen über die Auswahl-Lage. Bei über 500 Mitbewerbern relativiert sich die Frustration über die Absage dann ohnehin etwas.

Ebenso wie im Antwortbrief gilt es im Telefonat, souverän und freundlich zu agieren. Das persönliche Gespräch eröffnet Ihnen unter anderem die Möglichkeit, die Auswahlkriterien des Unternehmens besser kennen zu lernen. Ein Pluspunkt für die nächste Bewerbung.

Insgesamt gilt, sowohl der Absage-Antwortbrief als auch das entsprechende Telefonat sind bisher viel zu selten genutzte Instrumente innerhalb des Bewerbungsvorhabens. Nutzen Sie deshalb diese Chance. Wecken Sie mit Ihrer souveränen Reaktion auf die Absage neues Interesse - und bleiben Sie als aktiver und engagierter Kandidat im Rennen. Es kommt tatsächlich öfter vor, als viele glauben, dass so manche Bewerbungsmappe nochmals von den Personalentscheidern studiert wird und doch noch zu einem für den Bewerber erfolgreichen Ergebnis führt.

Autorin: Ariana Mirza
© Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader
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